An der Spitze und an der Basis...

 

Die Wirbelsäule ist viel mehr als nur eine "Stütze" für den Oberkörper. Von ihrem Zustand hängt die Gesundheit zu einem erheblichen Teil ab. Blockaden im Bereich der Wirbelsäule sorgen nicht nur für ausstrahlende Schmerzen und Bewegungseinschränkung, sondern können auch gelegentlich zu funktionellen Störungen verschiedener Organe führen.

 

Darüber hinaus sind einige Regionen der Wirbelsäule sehr eng mit der Funktionalität des vegetativen Nervensystems verbunden. Was das bedeutet, lehrt eine Blockade des obersten Halswirbels. Dieser wird medizinisch auch Atlas genannt, also "Träger". Der "Träger" des Kopfs hat in unmittelbarer Nachbarschaft seines Querfortsatzes ein Nervengeflecht anliegen, wo sich Nerven des "Sympathikus" konzentrieren. Das sind Teile des vegetativen Nervensystems, die für das Stressmanagement verantwortlich sind.

 

Wenn der Atlas blockiert ist, resultiert das nicht nur in Nackenverspannungen, sondern der gesamte Körper ist "gestresst". Und da dies besonders besonders Menschen passiert, die (z.B. berufsbedingt) lange Sitzen müssen, leiden Geistesarbeiter deutlich häufiger an Burnout-Syndrom als körperlich arbeitende Personen. Es geht von dem Druck auf das Nervengeflecht durch einen blockierten Atlas ganz einfach ein dauerhafter, subtiler Stressreiz aus. Der geniale Arzt und Autor Bodo Kuklinski spricht in diesem Zusammenhang von nitrosativem Stress, der Auswirkungen auf den Körper, den Stoffwechsel und natürlich auch das Immunsystem hat.

 

Am anderen Ende der Wirbelsäule, an der Basis, finden wir das Kreuzbein-Darmbein-Gelenk, oder medizinisch: "Iliosakralgelenk". Wer hier Blockaden hat, bemerkt das nicht nur an Schmerzen im unteren Rücken, theoretisch kann (funktionell) die ganze "Basis" beeinträchtigt sein: Schmerzen in den Kniegelenken gehören ebenso zu den möglichen Symptomen wie Stuhlentleerungsstörungen oder Hämorrhoidalbeschwerden. Sogar so manches Reizdarm-Syndrom geht zum Teil auf das Konto von Blockaden an der Basis der Wirbelsäule.

 

Aber egal wo die Blockaden liegen: solange keine Bandscheibenvorfälle, Skoliose, Bechterew oder Entzündung mit im Spiel ist, kann die Dorn-Hock-Methode sanft aber effektiv zur Linderung von Beschwerden des Rückens beitragen.