"Moderne Homöopathie"?

 

"Was soll denn bitteschön an Homöopathie modern sein?" fragen Sie.

 

Hahnemann war ein Genie. Er forderte "macht's nach, aber macht's genau nach". Nun, aber Hahnemann lebte und wirkte vor über 200 Jahren!

 

Seither hat sich die Welt der Krankheiten sehr stark verändert. Wir haben heute nicht mehr Typhus oder die Cholera. Diphterie ist (dank der Impfungen?!) sehr selten geworden. Klar haben wir heute immer noch Infektionskrankheiten. Aber sie sind heute gegenüber chronischen Erkrankungen, die vor 200 Jahren kaum ein Thema waren, stark zurückgetreten.

 

Heute haben wir es mit Allergien, COPD, mit Colitis ulcerosa und dem chronischen Erschöpfungssyndrom zu tun. Mit Zöliakie, mit interstitieller Zystitis, mit Belastungsasthma. Wir haben das Burnout-Syndrom und wir haben Bestrahlungsschäden durch die ionisierende "therapeutische" Strahlung bei Krebs. Wir haben Divertikulose und Fettleber, rheumatische Arthritis und Morbus Sudeck.

 

Wir brauchen eine Homöopathie, die dem angepasst ist

 

Daher erlaube ich mir, zur Behandlung nicht nur die klassischen Zubereitungen von Tier, Pflanze, Mineral und Element zu verwenden, sondern zum Beispiel auch homöopathisierte Vitamine, intermediäre Katalysatoren, körpereigene Substanzen und moderne Chemikalien. Kleine, spezialisierte Firmen potenzieren all diese Dinge und noch viele mehr, es gibt über 5000 davon, die homöopathisch aufbereitet werden.

 

Also, auch wenn Sie "Apis", "Belladonna", "Phosphorus", "Ignatia" oder "Natrium muriaticum" erwarten - wundern Sie sich bitte nicht, wenn ich Ihnen Acidum-Alpha-Ketoglutaricum, Trichinoylum, Baryum oxalsuccinicum, Phloridzinum, Glyoxalum oder Anthrachinonum verordne. Mittel wie diese benutze ich gelegentlich, um ein in einer chronischen Krankheit festgefahrenes Immunsystem aus seiner "Klemme" zu befreien!

 

 

(Bildquelle: Bigstockphoto.com)