Statt Corona ...

Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt...

...wird beides verlieren!

 

Auf meiner Startseite habe ich geschrieben: Corona ist für mich kein Thema mehr. Damit meine ich natürlich mich persönlich und in der Praxis für meine Patienten werde ich selbstverständlich die aktuell geforderten Sicherheitsstandards einhalten.

 

Ich sage, dass Corona für mich kein Thema mehr ist, nachdem ich ungefähr 100 Studien dazu gelesen habe, mir verschiedene Expertenmeinungen angehört habe, und Statistiken von Corona und Influenza (Virusgrippe) verglichen habe.

 

Mir geht es in diesem Artikel nicht um Ansteckungsrisiken, Letalität, die allgemeine Gefährlichkeit von SARS-CoV2 / Covid-19 und die ganzen physiologischen, epidemischen und pathologischen Aspekte. Mir geht es darum, wie viele Menschen damit umgehen und wie vor allen Dingen diejenigen, die uns politisch führen, damit umgegangen sind. Denn hier ist etwas geschehen, oder um genauer zu sein: eine riesige Chance zur Bewusstseinsentwicklung wurde verfehlt.

 

Es geht um die Erkenntnis, was wichtiger ist im Leben: Freiheit oder Sicherheit?

 

Es gibt einen Spruch, wenn ich mich nicht täusche, von Benjamin Franklin: „Wer Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu erlangen, wird am Ende beides verlieren.“

 

Klar: zu Beginn der Epidemie wusste man nicht, mit was für einem Gegner man es zu tun hatte. Und dass man dann vorsichtig agiert, ist eigentlich eine Sache des gesunden Menschenverstandes. Aber im weiteren Verlauf kam es dann zu Kontroversen: spätestens ab April waren etliche Studien verfügbar, die sehr unterschiedliche Ergebnisse lieferten in Bezug auf Ansteckungsrate, Verlauf, Virulenz, Mortalitätsraten. Und unsere Regierung sowie die Regierungen der meisten Ländern haben sich ziemlich konsequent für eine Seite entschieden: das Virus als einen wahren Dämon hinzustellen. Wer hingegen beschwichtigend oder relativierend auftrat, wurde schnell als Spinner, Verschwörungtheoretiker etc. gebrandmarkt. Dass unter diesen Menschen auch hochkarätige Wissenschaftler wie Prof. Bhakdi oder Prof. Ioannidis waren, macht es nicht besser.

 

Der Kurs im Umgang mit dem Virus war also festgelegt: maximale Abschottung, maximale „Sicherheit“, maximaler „Schutz“. Lockdown, Ausgangssperren, Kontaktverbote. Natürlich um den Preis entsprechender wirtschaftlicher und gesundheitlicher Kollateralschäden, deren Ausmaß noch gar nicht absehbar ist. Und maximale Panikmache, nicht zu vergessen.

 

Aber kommen wir mal zum Problem an und für sich.

 

Befürworter dieser restriktiven Politik halten dafür: „Wie viele Menschenleben haben wir damit gerettet? Wie viele Tote konnten wir verhindern?“

 

Jetzt bin ich mal naseweis und mache es wie „Correctiv“ und mache einen Faktencheck.

 

Die Antwort ist so simpel, dass es fast weh tut: kein einziger Tod wurde verhindert.

 

Warum nicht? Weil wir alle sterben werden. An (oder besser mit) Corona, Schlaganfall oder Lungenkrebs. An Herzinfarkt oder paralytischem Darmverschluss oder schlicht und ergreifend an Altersschwäche. Wir werden sterben. Jeder von uns wird am Ende seines Lebens sterben. Punkt.

 

Unsere „tolle“ Wissenschaft verdrängt nur allzu gerne, dass das Phänomen, was im Leben am sichersten feststeht, mit einer Eintreffwahrscheinlichkeit von 100%, der Tod ist. Wir können im Grunde genommen keine „Menschenleben retten“. Wir können nur den Tod von Menschen hinauszögern. Das ist alles.

 

Das Sicherheitsdenken bei SARS-CoV2 bewirkt bestenfalls, dass der (unvermeidliche) Tod von Menschen hinausgezögert wird. Und wenn man das Medianalter der an (oder mit) COVID-19 Gestorbenen von 81 Jahren mit ins Kalkül zieht, ist selbst das zweifelhaft.

 

Es gibt keine Sicherheit vor dem Tod. Es gibt fast keine Sicherheit vor Krankheit, aber es gibt keine Sicherheit vor dem Tod.

 

Wir haben also Freiheiten aufgegeben, oder anders formuliert: uns wurden Freiheiten entzogen, um damit eine Sicherheit zu erkaufen, die es nicht gibt. Eine vermeintliche Sicherheit.

 

Sicherheit ist eine Illusion. Sie ist eine Illusion in Bezug auf das gesamte Leben. Du wirst nie sicher sein vor Krankheiten und dass Du eines Tages sterben wirst, steht unverrückbar fest. Es wird nie Sicherheit vor dem Tod geben. Wenn Du meinst, dem Tod durch Corona aufgrund unserer Politik entronnen zu sein, habe ich eine nicht allzu angenehme Nachricht für Dich: Du kannst schon morgen in einem Verkehrsunfall ums Leben kommen. Ich übrigens auch. Jeder von uns kann theoretisch morgen schon sterben. Du kannst natürlich versuchen, den Tod zu vermeiden, indem Du das Bett erst gar nicht verlässt. Aber selbst da kannst Du eine Arrhythmie und anschließend Kammerflimmern bekommen.

 

Du kannst jederzeit und überall sterben.

 

Und ob Du maximales Sicherheitsdenken an den Tag legst und Dich vor dem Leben versteckst oder ob Du die Freiheit, die Staat und Politik uns lassen, immerhin maximal auskostest, ist dem Tod egal. Nur: in einem Fall hast Du gelebt, im anderen Fall bestenfalls existiert.

 

Freiheit existiert, Sicherheit nicht. Jedenfalls nicht von außen.

 

Erst wenn Du von Deinem Bewusstsein her sehr weit entwickelt bist, wenn Du Einheitserfahrungen hattest, wenn Du Nahtodes- oder außerkörperliche Erfahrungen hattest, dann hast Du Sicherheit. Aber es ist eine innere Sicherheit, die aus Deiner geistigen Entwicklung gewachsen ist. Keine Sicherheit, die Dir der Staat, oder die Regierung gibt. Politik, der Staat, eine Versicherung etc. können Dir keine Sicherheit geben. Sie können Dir Deine Freiheit nehmen. Aber Sie können Dir keine Sicherheit geben.

 

Wenn ein Kind auf die Welt kommt, braucht es Sicherheit. Es muss versorgt werden: Nahrung, Kleidung, ein Obdach. Diese Sicherheit macht zugleich abhängig. Das Kind kann sich nicht selbst versorgen. Wenn es dann heranwächst, wächst auch das Bedürfnis nach Freiheit(en). Das Kind bzw. der Jugendliche wird rebellisch. Aber noch ist es abhängig. Dann, wenn es schließlich erwachsen wird, auf eigenen Füßen steht, dann ist die Sicherheit weg. Dafür ist mehr Freiheit da. Immerhin die Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen. Mit allen möglichen Konsequenzen.

 

Mit dem menschlichen Bewusstsein ist es genauso. Das kleine Bewusstsein, am Beginn der Entwicklung stehend, fordert Sicherheit. Eine illusorische Forderung. Niemand kann einem einen bestimmten Lebenslauf garantieren, oder Erfolg, oder Gesundheit, oder Glück in der Liebe. Wenn das Bewusstsein wächst und sich entwickelt, wird ihm nach und nach die Bedeutung der Freiheit bewusst. Gleichzeitig legt es alle Illusionen über Sicherheit nach und nach ab.

 

Schließlich, wenn das Bewusstsein sehr gereift ist, wenn der Mensch sehr weise geworden ist, erobert er / es sich die letzte Freiheit: die Angstfreiheit (!) vor dem Tod!