Nahrungsergaenzung und Viruserkrankungen - Missverstaendnisse

(Hinweis: dieser Blogartikel ist meine Privatmeinung. Da ich kein Virologe und Seuchenexperte bin, kann ich mich natürlich auch irren. Wenn Sie Nahrungsergänzungen einnehmen wollen, stimmen Sie dies mit einem Therapeuten ab, der Sie persönlich kennt!)

 

Eine lebensbedrohliche, weltum-spannende Epidemie hat die Menschheit erfasst. Wir werden alle sterben. Ich sitze hier gerade in selbsernannter Quarantäne und ein paar COVID-19-Viren haben sich draußen versammelt, die Haustür einzutreten und mich zu überwältigen. Da die Haustür jetzt schon bedenklich wackelt, mache ich mir doch langsam Sorgen…

 

Sarkasmus? Ja. Definitiv.

 

März 2020: es sind angenehme 16°C draußen und die Medien verkünden gerade den Weltuntergang. Das „Corona-Virus“, oder genauer gesagt COVID-19 (SARS-CoV-2) geht weltweit um und hat in Deutschland wohl aktuell etwas über 10.000 Personen betroffen. Ein Virus, das in China (Provinz Hubei) seinen Ausgang nahm und sich mittlerweile auf der Welt ausgebreitet hat. Die Symptome sind einer Grippe nicht unähnlich, junge und gesunde Menschen trifft es meist relativ milde, alte, kranke und vorgeschädigte Personen meist deutlich härter. Die Letalität, also die Todesrate, liegt zwischen 0,2 und rund 7%. Die Unterschiede begründen sich mit Gesellschaftsstrukturen, bioklimatischen Rahmenbedingungen und natürlich auch medizinischen Kapazitäten.

 

Wussten Sie, dass die oberitalienische Poebene und die chinesische Provinz Hubei annähernd das gleiche Winterklima haben? Windarm, schadstoffreich, aerosolreich, hohe Luftfeuchte und meist zwischen 5 und 10°C Lufttemperatur?

 

Was ich selbst schon vor ungefähr 14 Tagen mutmaßte, hat jetzt ein italienischer Meteorologe bestätigt: Witterung und Ausbreitungsgeschwindigkeit sowie Letalitätsrate korrelieren miteinander. Hier klicken, um zum Report zu gelangen.

 

Warum habe ich diesen Blog mit Sarkasmus eingeleitet?

 

Mich irritiert die Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Bedrohung und der medialen Aufbereitung und vor allen Dingen gewisse „Experten-Aussagen“. Hier mal so einige Beispiele:

 

  • Bundeskanzlerin Merkel spricht in einer Rede vom Abend des 18. März von „der größten Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg“. Hm…der kalte Krieg vielleicht? Innerdeutsche Beziehungen? Die RAF? Die Ölkrise Anfang der 70er? Kubakrise?
  • Das RKI (Robert Koch-Institut) sagt voraus, dass bei einer weiteren Entwicklung wie aktuell rund 10 Millionen Menschen in Deutschland in nächster Zeit erkranken werden. Woher nehmen die diese Zahlen? Das Ursprungsland China hat etwas über 80.000 verzeichnet und ist aktuell „rückläufig“ – d.h. mehr Heilungen als Neuerkrankungen werden verzeichnet.
  • Ein gewisser Virologe spricht sogar von „50 Millionen Infizierten“, also 70% der Bevölkerung. Hm, da war doch was? Ach ja, „Schweinegrippe“ (H1N1) vor 10 Jahren: „Wir kriegen 30 Millionen Infizierte und 30.000 Tote“ – Professor Adolf Windorfer vom RKI. Die tatsächlichen Zahlen waren dann 235.000 offiziell gemeldete Infizierte und 258 Tote…

 

Alles in Allem wird aktuell ein sehr bedrohliches Bild der Lage gezeichnet – und die Bevölkerung reagiert entsprechend: Hamsterkäufe, Panik. Dazu kommt noch, dass die verordneten Maßnahmen „zur Eindämmung der Epidemie“ erhebliche Einschnitte mit sich bringen – und nebenbei sicherlich so mancher kleinen und mittleren Firma den Kopf kosten werden.

 

Aber lassen wir das.

 

Mir geht es in diesem Artikel noch um etwas anderes, nämlich um den (nicht?) sinnvollen Einsatz von Nahrungsergänzungen…

 

Wissen Sie was? Von keiner offiziellen Stelle, weder von der Regierung, noch vom RKI, noch von den Medien, noch von irgendwelchen anderen Institutionen auch nur ein Tipp, wie man das Immunsystem stärkt. Alles geht nur in eine Richtung: äußere Hygiene und das Ansteckungsrisiko zu reduzieren.

 

Im Gegenteil: in diesem Artikel hier wird aufgeführt, dass z.B. Nahrungsergänzungen als Schutzmaßnahme gegen Coronaviren absolut nutzlos sind. Immerhin positiv: der Artikel gibt die üblichen Grundlagentipps, oder wie man heute so schön sagt, „No-Brainer“, wie man das Immunsystem stärkt: mit Sonnenlicht und gesunder Ernährung.

 

Ist das richtig?

 

Eine Sache steht fest: keine Nahrungsergänzung kann Sie vor einer Infektion schützen. Wenn Sie sich anstecken, stecken Sie sich an. Das kann auch kein optimaler Vitamin D-Spiegel oder grüner Tee verhindern. Das verhindern Sie mit Desinfektion, Atemschutzmasken und indem Sie sich (freiwillig?) isolieren.

 

Eine andere Sache ist: wie geht der Körper mit einer vorhandenen Infektion um? Und da können Grünteeextrakt, Vitamin D, Pau’D’Arco und AHCC schon einen Unterschied machen: sie koordinieren das Immunsystem. Wie wäre es zum Beispiel damit? Oder hiermit?  Oder damit?

 

Gesunde Ernährung und allgemein ein gesunder Lebensstil können das auch leisten. Nur: bestimmte Dinge sind auch mit gesunder Ernährung und einem gesunden Lebensstil zumindest hier bei uns nur schwer zu regeln: der Vitamin-D-Bedarf beispielsweise in den Wintermonaten.

 

Die zwei verschiedenen Arten von Prävention und das Missverständnis:

 

Es gibt eine Art von Prävention, die uns aktuell von Regierung, Medien etc. bis zum Erbrechen eingebläut wird: die Prävention der Ansteckung. Sicherlich ist das sinnvoll, aber es ist eben nur ein Teil der Prävention. Der andere Teil ist, im Falle einer Infektion die Risiken für schwere Folgen zu verringern. Und da gibt es durchaus etliche Hinweise, dass neben einem gesunden Lebensstil auch Nahrungsergänzungen von Nutzen sein können.

 

Beide Dinge sind wichtig: wir sollten alles dafür tun, dass möglichst wenige Menschen angesteckt werden. Doch wir sollten auch daran arbeiten, dass wir mit einem im Rahmen unserer Möglichkeiten optimalen Immunsystem einer Infektion so gut wie es der Gesundheitsstatus des Einzelnen zulässt gewappnet sind.

 

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