Was Sie über regelmäßiges Saunieren bisher noch nicht wussten

Winterzeit ist Saunazeit. Gerade die Temperaturkontraste zwischen der heißen Sauna, kalten Wasseranwendungen und der frischen Luft mit Temperaturen um die 0 °C ist für Sauna-Liebhaber besonders reizvoll.

 

Dass es gerade diese Kontraste sind, die das Immunsystem stark machen, hat sich inzwischen herumgesprochen.

 

Die verbesserte Gesundheit und Infekte Resistenz kommt aber nicht vom „entschlacken“

 

Einer der größten Mythen rund um die Sauna ist, dass man mit einer regelmäßigen Anwendung den Körper „entschlackt“. Nun: wenn dem so wäre, müsste man in der Sauna nur attraktive, schlanke Menschen mit vollem Haar vorfinden, die durch die Bank jung für ihr Alter aussehen. Ich habe da (leider) ganz andere Erfahrungen machen müssen.

 

Dass Saunabaden für viele Menschen als eine Art „Ersatz“ für gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und einen allgemein gesunden Lebensstil herhalten muss, ist leider kein Geheimnis. Das tut den gesundheitsfördernden Effekten der Sauna allerdings keinen Abbruch.

 

Man kann Saunabaden dazu benutzen, den Körper zu „entschlacken“ bzw. (besser) zu entgiften. Man muss sich nur der Mechanismen bewusst sein, die dies bewerkstelligen - und sich natürlich dieser Mechanismen bedienen. Wer es richtig macht, beachtet folgendes:

 

Eine Mineralstoff-Spurenelement-Präparat etwa 2-3 Stunden vor Beginn des Saunabadens. Idealerweise enthält es Magnesium, Kalium, Calcium, (im Verhältnis wenig) Natrium, Zink, Selen, Eisen (wenig), Bor, Molybdän, Mangan und Chrom.

 

Kurz vor, während und nach dem Saunabaden trinkt man reichlich leicht basisches Wasser. Meine Empfehlung in diesem Blogartikel geht an „S. Leonhards Quellwasser“ mit einem pH-Wert von 7,35, was in etwa dem des menschlichen Bluts entspricht.

 

Zwischen den Sauna-und Kälteanwendungen kann man zusätzlich Salzanwendungen machen, wie Peeling, Mineralstoffcremes, etc.

 

Keinen Kaffee und erst recht keinen Alkohol während und nach dem Saunabad!

 

Worauf basiert der immunstimulierende Effekt?

 

Es wird Sie überraschen: nur ein relativ geringer Teil basiert auf dem mit der Sauna verbundenen Abhärtung, der Stimulation durch Hitze- und Kältereize. Das ist so eine Legende, die wohl auch nicht so schnell ausstirbt. Der wesentlich größere Teil basiert auf der Stimulation des Nervus vagus. Hitze und Kälte sind für den Körper „Stress“, dem zwangsläufig eine Entspannung folgen muss. Durch den Stress werden Schweiß und die Reaktionen der Haut auf Kälte („Gänsehaut“) stimuliert. Dem Stress folgte natürlicherweise eine Entspannung. Das weiß jeder zu berichten, der schon einmal regelrecht Sauna gemacht hat.

 

Durch die Stimulation des Vagus wird die Verdauung verbessert, außerdem werden das humorale und das zelluläre Abwehrsystem stimuliert und koordiniert. Dadurch läuft die Infektabwehr besser ab, das gilt vor allen Dingen für die first line defense an den Schleimhäuten. Wenn Sie trotz des Saunabadens mal ein Infekte „erwischt“: das ist nicht tragisch. Es bedeutet doch, dass sich der Körper mit Erregern bzw. Belastungen auseinandersetzt!

 

Was kann Sauna sonst noch für Sie leisten?

 

Eine finnische Studie (wo sonst sollte diese Studie auch herkommen?) brachte folgendes an den Tag: besonders das Hautbild kann von regelmäßigen Saunagängen profitieren. Eine Studie an gesunden Personen im Alter zwischen 21 und 49, die regelmäßig die Sauna besuchten, erbrachte folgende Ergebnisse:

  • Talgdrüsen wurden gereinigt
  • Das regelmäßige schwitzen koordiniert den Wasser-und Mineralstoffhaushalt
  • Die Haut kann mehr Feuchtigkeit halten und speichern
  • Das Hautbild verbessert sich

Nebeneffekte? Die veränderte mineralische Konzentration scheint einen positiven Effekt auf die Herzfrequenz und die Herzleistung zu haben. Von der Herzfrequenz findet eine Anpassung an die Belastung statt. Das Herz schlägt unter Belastung langsamer und gleichmäßiger.

 

Bei Immunologischen Hauterkrankungen wie beispielsweise Rosacea oder Neurodermitis ist die Lage anders, aber wer gelegentlich mit seborrhoischen Ekzemen oder mit normaler Akne zu kämpfen hat, kann langfristig unter den oben genannten zusätzlichen Maßnahmen von der Sauna profitieren!

 

Quellen:

 

http://www.greenmedinfo.com/article/regular-sauna-use-improves-epidermal-barrier-function-increases-skin-hydration-and-skin-ph 

http://www.greenmedinfo.com/blog/confirmed-sweating-removes-deadly-chemicals-body 

https://www.hautkrankheiten-portal.de/schoene-haut-durch-saunagaenge/ 

 

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