Drei Ernährungsregeln, die Sie bei Akne beachten sollten!

 

Legenden sterben bekanntlich nie: so gilt es immer noch als ein Allgemeinplatz, dass Schokolade Akne verschlimmert. Falls Sie jedoch dieses kosmetische Problem mit sich herum tragen und darüber hinaus auch noch ein schlechtes Gewissen, weil Sie gerade eine ganze Tafel auf einmal verdrückt haben, kann ich Sie beruhigen:

 

Schokolade, genauso wie andere spezifische Nahrungsmittel, tragen kaum zu Verschlimmerung des Problems „Akne“ bei. Es sei denn, es liegen spezielle hormonelle Probleme, Stoffwechselprobleme oder solche mit dem Darm vor.

 

Um diese drei unspezifischen Nahrungsmittelgruppen machen Sie aber besser einen Bogen!

 

Langfristig gedacht, gibt es aber dennoch Nahrungsmittel bzw. vielmehr Nahrungsmittelgruppen, die sich ungünstig auf Akne auswirken bzw. diese verschlechtern. Auf der anderen Seite muss man zu diesem Problem sagen, dass Sie diese drei Nahrungsmittelgruppen allgemein vermeiden sollten, wenn Sie gesund bleiben möchten. Es sind:

 

Erstens: Transfettsäuren

 

Transfettsäuren sind erhitzte oder mit Wasserstoff angereicherte ungesättigte Fettsäuren. Also, etwas weniger chemisch ausgedrückt: stark erhitzte Pflanzenöle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren bilden Transfettsäuren. Das gleiche trifft auf gehärtete Pflanzenöle (Margarine) zu. Margarine ist diesbezüglich zwar nicht mehr ganz so schlimm wie vor 20 oder 30 Jahren, zu einem rundherum empfehlenswerten Nahrungsmittel macht sie dies aus meiner Sicht aber nicht. Transfettsäuren sind also physikalisch und chemisch veränderte, mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

 

Transfettsäuren fördern ein Phänomen namens Lipidperoxidation. Sie verwandeln „schlechtes“ Cholesterin (LDL) in noch schlechteres Cholesterin (vLDL) um. Zellwände bestehen zum Teil aus Cholesterin, selbstverständlich auch die der Hautzellen. Dieses sehr schlechte „vLDL“-Cholesterin verändert die Durchlässigkeit der Zellwände. Die Zellen werden anfälliger für Infektionen.

 

Das Immunsystem wird allgemein durch die exzessive Verwendung von Transfettsäuren über einen längeren Zeitraum verschlechtert. Besonders ungünstig wirken sich die Transfettsäuren auf die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut aus. Dadurch wandern mehr Schadstoffe und Erreger über die Darmschleimhaut in den Körper, was das Immunsystem schwächt und noch anfälliger macht.

 

Nun muss man dazu sagen: das Problem manifestiert sich nicht unbedingt nach einmaligem Genuss einer Portion Pommes Frites.  Längerfristig sollte man aber einen großen Bogen um diese veränderten Fettsäuren machen, die in industriellem Gebäck, in Popcorn, in Frittiertem und in Junkfood im Allgemeinen zu finden sind.

 

Zweitens: Kombinationen von tierischem Eiweiß

 

Davon rate ich Personen mit Akne dringend ab: Fleisch mit Milchprodukten, Fleisch mit Eiern oder verschiedene Arten von Fleisch (beispielsweise Rindfleisch und Schweinefleisch, oder Schweinefleisch und Geflügel etc.) in Kombination zu verzehren. Gerade der gestresste Zivilisationsmensch hat oft nicht die Kapazität, diese komplexen Kombinationen von tierischem Eiweiß vollständig zu verdauen. Der gestresste Darm wird verstärkt mit diesem Fremdeiweiß konfrontiert. Die Folge: mikroskopische Entzündungen, Fäulnis, veränderte Darmflora, verändertes Immunsystem.

 

All diese Dinge wirken sich negativ auf das Hautbild aus. Auch zu diesem Ernährungsfehler ist anzumerken, dass ein einmaliger Fehltritt wohl kaum zu einem dramatisch verschlechterten Hautbild führt. Problematisch wird alles nur dann, wenn es zur Gewohnheit wird. In diesem Sinne: Finger weg von Cordon bleu!

 

Drittens: (Sie haben es sicherlich geahnt!) – Industriezucker!

 

Besonders wichtig ist diese Maßnahme während der Pubertät und der damit leider häufig verbundenen Akne. Alles, was man an Zucker streuen kann und alles, was sich in Junkfood befindet, verschlechtert das Hautbild.

 

Und das funktioniert so: durch die Insulinausschüttung infolge von exzessivem Zuckerkonsum kommt es zu einer Verschiebung im Hormonbild. Indirekt werden auf diesem Wege mehr „Androgene“, also Männlichkeitshormone, ausgeschüttet. In der Pubertät ist dies das entscheidende I-Tüpfelchen zur Entstehung von Akne. Selbstredend wird durch exzessiven Zuckerkonsum während der Pubertät nicht nur das Sprießen von Pickeln auf der Haut gefördert, sondern auch das allseits bekannte Flecken-in-der-Unterhose-Phänomen.

 

Hier gilt die alte Regel „weniger ist mehr“ also nicht! Hier gilt tatsächlich: „weniger ist weniger“: weniger Zucker = weniger Pickel + weniger Wäsche zu waschen!

 

Und so kommen wir doch noch auf das Thema Schokolade zurück. Dunkle Rohschokolade, die reich an sekundären Pflanzenstoffen ist, tut dem Hautbild eher gut - es sei denn, gravierende hormonelle Veränderungen oder Stoffwechselstörungen stehen dem entgegen!

 

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