Sechs Gründe, mit Heilerde vorsichtig zu sein

Heilerde ist so etwas wie ein Universal-Heilmittel aus der Natur…

 

In so einem Verdauungstrakt ist ja so einiges los. Vor allen Dingen entstehen täglich die unterschiedlichsten Stoffwechselprodukte, ausgeschieden von Bakterien oder anderen Mikroorganismen. Dazu kommen die unverdauten bzw. unverdaulichen Anteile unserer Nahrungsmittel. Alternative Gesundheits-Ratgeber warnen immer wieder, dass man sich aufgrund unserer zivilisatorischen Lebensweise, der Belastung unserer Nahrung mit Schadstoffen und Nahrungsmittelzusatzstoffen und nicht zuletzt aufgrund der langen Darmpassage mit diesen Stoffwechselprodukten „selbst vergiften kann“.

 

Heilerde in seinen verschiedenen Formen bindet einen Teil dieser Stoffwechselprodukte. Heilerde wird in der Naturheilkunde und Alternativmedizin für die folgenden Probleme angewandt:

 

  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Sodbrennen und Übersäuerung des Magens
  • Stuhlregulation
  • Zur Begleitung beim Fasten
  • Zur allgemeinen Entgiftung

 

Heilerde: Bedenken wegen Aluminium?

 

Die meisten Heilerden enthalten bedeutende Mengen Aluminium und Silikate. Aluminium ist bekanntermaßen nicht ganz unschädlich. Diesbezüglich bestehen bei der gelegentlichen, aber auch bei der regelmäßigen Einnahme von Heilerde wenig Bedenken: denn der Organismus nimmt die Heilerde nicht auf. Heilerde bindet, wie gesagt, im Verdauungskanal Stoffe, die der Darm sonst aufnehmen würde, und führt diese der Ausscheidung zu.

 

Natürlich kann man nicht ausschließen, dass der Organismus geringe Mengen der mineralischen Verbindungen aufnimmt. Das ist allerdings allenfalls ein Grund, die Dauer der Anwendung zu begrenzen und immer einmal Pausen zu machen. Aufgrund dieser Probleme von der Einnahme von Heilerde an sich abzuraten, wäre allerdings übertrieben. Es sei denn, es liegen entsprechende Überempfindlichkeiten vor.

 

Es gibt allerdings einige Gründe, warum der Verzehr von Heilerde eingeschränkt werden sollte oder tatsächlich überhaupt nicht zu empfehlen ist. Hier die wichtigsten:

 

Wann Heilerde nicht oder wenn, dann nur in geringen Mengen eingenommen werden sollte…

 

Erstens: nach einer Anwendungsdauer von Heilerde von maximal vier Wochen sollte grundsätzlich eine Pause in der Einnahme eingelegt werden. Das ist nicht anders wie beispielsweise bei Heiltees.

 

Zweitens: Heilerde kann zu Verstopfung führen oder eine bestehende Verstopfung verstärken. Dies ist besonders dann der Fall, wenn kleine bis mittlere Mengen häufiger über den Tag verteilt eingenommen werden. Diese Maßnahme ergreift man gegen Durchfall. Allerdings gibt es noch ein anderes Problem: Heilerde bindet im Verdauungskanal große Mengen Wasser, und damit unter Umständen auch Elektrolyte wie beispielsweise Kalium. Dadurch wird eine Darmträgheit verstärkt, Verstopfung stellt sich ein!

 

Drittens: nicht alle Menschen, die an Sodbrennen leiden, haben zu viel Magensäure. Gelegentlich führen auch ein Reflux, ein nicht ausgeprägter Verschlussreflex des Magenausgangs oder ein Zwerchfellbruch zu Sodbrennen. Personen mit diesen Beschwerden können unter Umständen auch zu wenig Magensäure haben. Dann sollte von der Einnahme von Heilerde abgesehen werden.

 

Viertens: bei einem Reizdarmsyndrom werden die Nervenzellen, die im Darm sitzen, unter Umständen durch die Heilerde gereizt: Krämpfe können sich verstärken. Blähungen hingegen werden von Heilerde immer recht gut gebunden, so dass diese sich verringern.

 

Fünftens: bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sollte man grundsätzlich sehr vorsichtig mit Heilerde sein. Bei einer Fistel besteht die - wenn auch geringe - Wahrscheinlichkeit, dass die feinen Körnchen der Heilerde eine Fistel „verlegen“ und es zu einem Abszess kommt. Zugegeben, diese Gefahr ist verschwindend gering. Aber nichtsdestotrotz besteht immerhin die Möglichkeit!

 

Sechstens: bei der Einnahme von Heilerde ist immer ein Abstand zur Einnahme von Medikamenten einzuhalten. Heilerde kann die Aufnahme der Wirkstoffe von Medikamenten beeinträchtigen!

 

Ansonsten gilt: Heilerde ist für die allermeisten von uns ein bewährtes und gut verträgliches Naturheilmittel. Natürlich sollten wir darauf achten, auch Naturheilmittel im Einklang mit der Sensibilität unseres Verdauungskanals einzunehmen. Immer mehr Personen reagieren auch auf sanfte Arzneimittel mit einer ungewöhnlichen Reizung oder mit Beschwerden des Verdauungstrakts. Grundsätzlich ist sie empfehlenswert zur äußerlichen Anwendung!

 

Quellen:

 

http://www.gesundheitsfrage.net/frage/ist-heilerde-schaedlich-innere-anwendung

http://www.gesund-heilfasten.de/heilerde.html

http://www.symptome.ch/vbboard/nahrungsergaenzung/87612-heilerde-gibt-ggf-risiken-einnahme.html

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