Schmerzen im Knie können viele Gründe haben. Nur EINER davon ist Arthrose!

Ich habe während meiner zurückliegenden Zeit als Kung-Fu-Eleve schon bei achtzehnjährigen Mädchen und Jungen Knieschmerzen beobachtet, die nicht vom Sparring kamen. Sie können sich sicherlich vorstellen, dass diese Beschwerden nicht arthrosebedingt waren.

 

Aber auch falls Sie über 40 sein sollten und es immer mal im Knie zwickt, hat das nicht unbedingt zwangsläufig etwas mit Arthrose zu tun!

 

Wahrscheinlich werden sie bei entsprechenden Beschwerden einen Orthopäden aufsuchen, der dann ebenso wahrscheinlich eine Röntgenaufnahme macht und einen gewissen Verschleiß am Gelenk feststellt. Er wird diese als Arthrose diagnostizieren und ihnen eventuell ein Schmerzmittel verordnen (Achtung, Nebenwirkungen!). Oder - wenn er es gut mit Ihnen meint - eventuell Bewegungstherapie. Wenn Sie dann auch noch an einem guten Physiotherapeuten geraten, haben Sie wirklich Glück gehabt. Denn er (bzw. sie) kann einiges ausgleichen!

 

Das geht bereits mit der Muskelgrundspannung los!

 

Zunächst einmal: wenn Sie viel sitzen sollten und die Füße dabei auf dem Boden aufsitzen beziehungsweise Sie eventuell sogar die Unterschenkel nach hinten schlagen, erzeugen Sie mit der Zeit eine große Spannung auf die Patellarsehnen - und die Muskulatur des vorderen Oberschenkels. Dies merken Sie dann anhand von Schmerzen im vorderen Bereich des Knies - zum Beispiel beim Aufstehen nach längerem Sitzen.

 

Mit der Beinmuskulatur und Kniebeschwerden ist das sowieso so eine Sache. Im Alltag belasten wir nämlich hauptsächlich die vordere Oberschenkelmuskulatur. Dazu kommt, dass wir in den meisten Sportarten hauptsächlich oder ausschließlich die vordere Oberschenkelmuskulatur trainieren. Sie können sich selbst ausrechnen, dass dies mit der Zeit zu einem erheblichen Ungleichgewicht führt. Eiserne Regel bei Kniebeschwerden deshalb: beide Seiten des Oberschenkels trainieren - beide Seiten des Oberschenkels dehnen! Schwerpunktmäßig übrigens die mehr, die Sie sonst eher vernachlässigen (das ist meist die Rückseite!)

 

Kniebeschwerden müssen nicht immer direkt mit dem Knie in Zusammenhang stehen!

 

Eine Blockade der unteren Wirbelsäule, im Kreuzbeinbereich oder am Steißbein sorgt nicht nur für Nervenschmerzen, die sich am Bein bemerkbar machen. Sie sorgt auch dafür, dass der unteren Rücken hart und unelastisch wird und wir bei entsprechenden körperlichen Belastungen „stärker über die Knie gehen“. Da die meisten von uns viel sitzen, sind die Knie auf solche Belastungen nicht unbedingt vorbereitet. Auch dies kann zu Kniebeschwerden führen, die mitunter chronisch werden - und relativ unabhängig von Arthrose sind (oder nur zu einem gewissen Teil damit in Zusammenhang stehen!).

 

Essen Sie zu viel Fruchtzucker?

 

Was hat Fruchtzucker mit meinen Knien zu tun, werden Sie sich fragen. Ich meine: einiges. Wenn der Fruchtzucker nämlich nicht aus natürlichen Quellen stammt und dementsprechend nicht mit Antioxidantien und Enzymen einhergeht, erhöht er die Insulinresistenz der Zellen. Dadurch steigt der Blutzucker langfristig an. Dies sind keine kurzfristigen Blutzuckerschwankungen, sondern wirklich ein langfristiger Anstieg. Mit einer erhöhten Insulinresistenz jedoch kann der Zellstoffwechsel nicht mehr richtig arbeiten. Es kommt zu einer Säurebelastung. Die Zellen werden saurer - das Bindegewebe aber auch, da der Blutzuckerspiegel ansteigt und durch den indirekt damit in Verbindung stehenden „Stoffwechselstress“ die Extremitäten schlechter durchblutet werden. Dadurch wird zum Beispiel Milchsäure schlechter aus dem Gewebe abtransportiert. Versuchen Sie bei Kniebeschwerden egal welcher Art einmal eine Ernährung, die bis auf maximal 15 g Fruchtzucker am Tag keinen weiteren Zucker zulässt. Sie müssen diese Diät nur 14 Tage durchhalten. Wenn Sie dann einen Unterschied bezüglich ihrer Knie bemerken (meist wird es besser!), Dann wissen Sie, dass Ihre Knieschmerzen zumindest teilweise ein „Stoffwechselproblem“ sind! (die Beobachtung habe ich übrigens bei mir selbst auch schon gemacht!)

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