Warum es wirklich besser ist, dass die Sommerzeit zu Ende geht!

Würde es nach mir gehen, könnte diese ganze Zeitumstellung grundsätzlich abgeschafft werden. Sie hat energietechnisch keinerlei Vorteile (eher Nachteile) erbracht und bringt sensible Menschen zweimal jährlich ins Schleudern, wenn sich ein gewisser „Lag“ einstellt.

 

Gerade in den letzten ca. 2 Wochen habe ich diesen „Lag“ an mir selbst beobachtet: merkwürdigerweise vor der Zeitumstellung.

 

Mit der Natur des Menschen verhält es sich nämlich so:

 

Im Tag-Nacht-Rhythmus, dem so genannten zirkadianen Rhythmus, wird hormonell-vegetativ die Leistungsfähigkeit des menschlichen Organismus geregelt: körperlich, mental und geistig. In den üblichen Grafiken sieht dieser Rhythmus „fix“ aus, beispielsweise wie hier dargestellt:

 

http://www.gesundheit.de/sites/default/files/images/roche/pics/a42411.000-1_big.gif

 

Aber dieser Rhythmus ist keineswegs fix, sondern hängt auch von der Tageslänge ab. Mit der Dunkelheit wird Serotonin in Melatonin umgewandelt und umgekehrt, wenn es wieder hell wird. Melatonin jedoch macht uns schläfrig. Die verlinkte Grafik zeigt einen „Leistungsgipfel“ etwa gegen 8:00 Uhr vormittags. Mit der Sommerzeit verschiebt sich dieser naturgemäß auf 9:00 Uhr vormittags. Ist die Nacht länger als der Tag (ab dem 24. September), verschiebt sich dieser Leistungsgipfel noch etwas weiter nach hinten. Hingegen verschiebt sich auch die Zeit der niedrigsten Leistungsreserven weiter nach hinten, etwa auf 7:00 Uhr morgens. In den letzten Tagen war es so - auch durch die meist dichte Bewölkung bedingt - dass es erst gegen ca. 7:30 Uhr ein wenig hell geworden ist.

 

Da ich vormittags überwiegend schreibe bzw. Büroarbeiten erledige, kommt es bei mir nicht so auf das extrem frühe Aufstehen an. Dennoch war ich in letzter Zeit in einem negativen Sinn darüber erstaunt, wie schnell so ein Vormittag vorbei sein kann - und das erst recht, seit die Nächte wieder länger geworden sind. Um 7:00 Uhr aufzustehen, war für mich erschöpfend. Dann aufzustehen, wenn der Körper richtig startbereit war, war zwar angenehm, aber für meine täglichen Routinearbeiten und für meine Schreibarbeit eigentlich viel zu spät.

 

Ich denke, dass sich viele Menschen gerade in der letzten Zeit - mit zunehmender, morgendlicher Dunkelheit - gefühlt haben müssen, als wären sie „herausgerissen worden“. Somit ist es gut, dass jetzt wieder die Winterzeit herrscht! Auch wenn es bis Dezember wieder bis ca. 8:00 Uhr dauert, bis es richtig hell wird. Stellen Sie sich vor, wir hätten das ganze Jahr die „Sommerzeit“: im Winter wäre es damit bis fast 8:45 Uhr oder 9:00 Uhr dunkel!

 

Für uns Mitteleuropäer kaum vorstellbar und garantiert nicht gesund! (Zumindest dann nicht, wenn wir zu "normalen" Zeiten arbeiten müssen!)

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