Was macht den Apfel eigentlich so gesund?

„One Apple a day keeps the doctor away“

 

Es gibt wohl kaum jemanden, der diesen Spruch nicht kennt. Aber was ist dran? Was macht einen Apfel eigentlich so gesund? Bzw.: ist er überhaupt so gesund, wie man behauptet?

 

Simpel, nicht exotisch

 

Um einen Apfel zu pflücken - zur richtigen Jahreszeit wohl gemerkt! - Müssen die allermeisten Personen, die meinen Blog lesen können, nicht einmal auf Fahrrad steigen. Ein paar Minuten zu Fuß genügen.

 

Ganz anders sieht es aus mit den so genannten „Superfoods“, die in den letzten Jahren für Furore in der Gesundheitsszene gesorgt haben. Acai-Beeren, Goji-Beeren, afrikanische wilde Mangos können Sie vielleicht einen spezialisierten Supermarkt kaufen - aber ganz sicher nicht auf einem Feld um die Ecke pflücken. Sicher, die Globalisierung macht es möglich dass diese exotischen Nahrungsmittel mittlerweile auch bei uns bekannt sind. Aber das ist nicht der Punkt. Die Tatsache ist, dass etwas nicht automatisch dadurch super gesund wird, indem es exotisch ist und von weit her importiert werden muss. Umgekehrt wird ein Nahrungsmittel nicht einfach dadurch bedeutungslos in seiner gesundheitlichen Wirkung, wenn Sie im Idealfall nur vor die Tür zu gehen und es zu pflücken brauchen.

 

Tatsächlich hat der Apfel sogar eine durchschlagende gesundheitliche Wirkung!

 

Wie so oft bei Obst und Gemüse beruht der gesundheitliche Effekt des Apfels nicht nur auf Vitaminen und Mineralstoffen, sondern vielmehr auf sekundären Pflanzenstoffen und in diesem Fall besonders auf einem löslichen Ballaststoff namens Pektin. Allein Pektin (aus einer natürlichen Quelle!) hat ganz erstaunliche Eigenschaften in Bezug auf die Gesunderhaltung des Darms. Pektin setzt nämlich das Risiko herab, irgendwann einmal an Darmkrebs zu erkranken. Und weil dieser lösliche Ballaststoffe so eine wohl tuende Wirkung auf den Darm hat, wird er sich indirekt auch gut auf die Gesundheit der Leber aus. Auch das Risiko für Leberkrebs wird durch den regelmäßigen Verzehr von Äpfeln herabgesetzt.

 

Dazu gibt es noch weitere sekundäre Pflanzenstoffe, die auf andere Krebsarten wirken: Äpfel enthalten nämlich Carotinoide und eine bestimmte Form von Proanthocyanidin, die sich positiv auf andere Krebsarten, besonders Brustkrebs und Speiseröhrenkrebs, auswirken.

 

Ist ein Apfel gut für den Magen?

 

Dies ist zwar noch keine gesicherte Erkenntnis - doch die Hinweise verdichten sich, dass die sekundären Pflanzenstoffe in Äpfeln auch den Helicobacter pylori hemmen können. Auf diesem Weg beugt der tägliche Apfel auch Magenschleimhautentzündungen, Magengeschwüren und eventuell sogar Magenkrebs vor.

 

Weitere gesundheitliche Effekte von regelmäßigem Verzehr von Äpfeln

 

  • Apfelpektin vermindert das Durchfallrisiko und mildert eine vorhandene Durchfallerkrankung ab.
  • Die sekundären Pflanzenstoffe von Äpfeln können dabei helfen, dass radioaktive Belastungen im Körper besser abgebaut werden.
  • Wirkstoffe in Äpfeln können helfen, das Alzheimer-und Demenz-Risiko zu verringern.
  • Der regelmäßige Verzehr von Äpfeln baut „AGE’s“ im Körper ab. Diese Zucker-Eiweiß-Verbindungen entstehen vermehrt bei Diabetes und schädigen langfristig Nervenzellen.
  • Der regelmäßige Verzehr von Äpfeln beugt Zahnfleischbluten und Parodontose vor.
  • Der regelmäßige Verzehr von Äpfeln kann den Haarverlust von Männern hinauszögern.
  • Durch den regelmäßigen Verzehr von Äpfeln wird das Immunsystem besser konditioniert, Infektionen mit Viren und Staphylokokken zu bekämpfen.

 

Alles in allem sind das zahlreiche gute Gründe, für die Gesundheit vor die Tür zu laufen und einen Apfel zu pflücken!

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