Ein Brief von meiner Hausbank: eine Geschäftsidee auch für Heilpraktiker? ;-)

Dieser Blogeintrag von mir ist nicht wie ein gewöhnlicher Blogeintrag.

 

Normalerweise lesen Sie auf der Seite der Naturheilpraxis Ulmicher kritische, nützliche oder nachdenklich machende Beiträge rund ums Thema Gesundheit und Naturheilkunde. Ausnahmsweise ändere ich für diesen Blogeintrag allerdings etwas das Programm. Also: falls Sie irgendwelche Zweifel haben sollte - diesen Blogeintrag bitte nicht ganz ernst nehmen ;-)

 

Letzte Woche erhielt ich von meiner Hausbank einen Brief mit der Überschrift:

 

„Nicht genutzte Kontokorrentkredite“

 

Ich bin grundsätzlich jemand, der Kreditschulden nicht besonders mag. Egal ob durch einen Kontokorrentkredit oder durch einen Kredit mit monatlicher Tilgung: Schulden sind etwas, dass ich grundsätzlich vermeide - außer wenn es wirklich gar nicht anders geht. Einer der Gründe dafür ist schlicht und ergreifend die Tatsache, dass Kredite Zinsen kosten - und zwar reichlich. In Zeiten extrem niedriger Zinssätze sind 11-12 % pro Jahr für die Nutzung eines Kontokorrentkredits extrem happig, finde ich zumindest.

 

Man sollte eigentlich meinen, dass in diesem Zinssatz eventuell vorhandene Bearbeitungsgebühren enthalten wären. Doch dem ist offensichtlich nicht so. „Auch ein ungenutzter Kontokorrentkredit kostet!“ Heißt es in dem Brief, und weiter: „deshalb führt die Bank ab X.X.XXXX eine Kreditprovision auf nichtgenutzte Kontokorrentkredite ein.

 

Heißt auf gut Deutsch: ich soll zahlen für etwas, das ich nicht nutze.

 

Was in mir die Idee weckte, ebenfalls eine kleine Gebühr für nicht genutzte Leistungen zu erheben. Also, in Zukunft erhebe ich eine Gebühr von 0,5 % einer Arbeitsstunde pro Jahr für alle Deutschen, die nicht zu einem Heilpraktiker gegangen sind. Machen wir doch mal eine kleine Rechnung auf: 1 Stunde bei mir kostet Sie 60 €. 0,5 % von 60 € sind 0,30 €. Überweisen Sie mir daher pro Jahr einmalig 0,30 € auf mein Konto dafür, dass Sie nicht meine Sprechstunde (oder die eines Kollegen) aufgesucht haben ;-)

 

0,30 € pro Jahr - das ist doch eigentlich ganz vernünftig und da kann niemand meckern. Es lohnt sich aber auf jeden Fall: wenn ich davon ausgehe, dass die Hälfte aller Deutschen nicht zu einem Heilpraktiker gegangen ist im abgelaufenen Jahr sind das immerhin 0,30 € × 40.000.000 = 12 Millionen € pro Jahr!

 

Ich bin mir dennoch ziemlich sicher - obwohl 0,30 € pro Jahr den wenigsten von Ihnen weh tun würden - dass sie mich dann mit Sicherheit gar nicht mehr leiden könnten.

 

Bei den Banken wird so etwas stillschweigend hingenommen. Jetzt zum ernsten Kern eines nicht ganz ernst gemeinten Blogbeitrags: überlegen Sie sich doch bitte mal für sich selbst, ob sie solch eine „Kreditlinie“ in Ihrem Leben wirklich benötigen und ob sie nicht stattdessen versuchen sollten, möglichst schuldenfrei durchs Leben zu kommen. Für den Fall, dass Sie - aus welchen Gründen auch immer - tatsächlich mal Schulden machen müssen, greifen Sie eher auf einen klassischen Ratenkredit zurück. Der ist auch wesentlich zinsgünstiger. Und: vermeiden Sie Konsumschulden. Die tendieren nämlich gerne dazu, außer Kontrolle zu geraten.

 

Ich für meinen Teil habe eine Entscheidung getroffen: ich werde mich demnächst von meiner „Kreditlinie“ verabschieden…


Und um beim Thema zu bleiben: das ist gesünder so!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0