Chronische Schmerzzustände und Restless-Legs-Syndrom: mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen

Diese Studie ist schon ein bisschen älter: in 2008 gab es an der technischen Universität München eine groß angelegte Studie, wonach Patienten mit Restless Legs Syndrom (RLS) auf genetische Faktoren hin untersucht wurden. Es gab große Schwierigkeiten, Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. In einem war sich allerdings der Großteil der untersuchten Patienten einig: die meisten Patienten hatten eine genetische Disposition, bei denen das Management des Stoffwechsels zur Bildung von Stickstoffoxid in irgendeiner Weise verändert war.

 

An diesem Phänomen waren mehrere Gene beteiligt, deren Funktion sich teilweise überlappt. Stickstoffoxid (abgekürzt: NO) ist jedoch Teil des körpereigenen „Stress-Management-Systems“. Sehr große Mengen Stickstoffoxid können selbst zum freien Radikal werden, d.h. Stoffwechselstress verursachen. Kleine Mengen dieses Stoffs jedoch wirken Folgen von metabolischem Stress entgegen, indem sie die Gefäße erweitern.

 

Eine Aminosäure regt die Produktion von Stickstoffoxid im Gewebe an

 

Vielleicht ahnen Sie es bereits: es handelt sich um die Aminosäure L-Arginin. Wird die womöglich noch mit Zink in einer organischen, bioverfügbaren Form kombiniert, werden die körperlichen Konsequenzen von Stresseinwirkung noch besser neutralisiert. Ein dritter wichtiger Stoff, der hier zum Einsatz kommen kann: Vitamin B9, besser bekannt als Folsäure.

 

Interessant ist auch der Zusammenhang zwischen RLS und chronischen Schmerzzuständen

 

Eine brasilianische Studie kam vor kurzem zu dem Schluss, dass ein bestehendes RLS die Prävalenz für chronische Schmerzzustände erhöht und umgekehrt. Außerdem kam sie zum Schluss, dass beide Zustände durch Schlafstörungen und vor allen Dingen Schlafunterbrechungen gekennzeichnet sind. Also handelt es sich bei beiden Zuständen um direkte und indirekte Folgen von Stressbelastungen – „seien diese emotional oder organisch“ (sinngemäß aus dem Artikel zitiert).

 

Im Zusammenhang mit eben dieser Studie wurden noch weitere Stoffe zur Linderung derartige Zustände diskutiert: Gamma-Aminobuttersäure (GABA), Vitamin D, Serotonin, Glutaminsäure, Eisen und Melatonin. Gamma-Aminobuttersäure kann ich direkt als Nahrungsergänzung eingenommen werden, aber die Nährstoffe, die zur Synthese dieses wichtigen Nerven Botenstoffs notwendig sind, können als Nahrungsergänzung eingenommen werden, ebenso wie die anderen im Text erwähnten!

 

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Kommentare: 1
  • #1

    s_nitschke@hotmail.de (Mittwoch, 31 Januar 2018 19:22)

    Hallo!
    Ich bin selber Heilpraktikerin und wollte fragen, inwieweit L-Arginin bei REstless Leg Syndrom eingesetzt werden kann und ob damit Erfolge erzielt wurden. Ebenso wie hoch sollte die Menge sein, bis 6000 mg oder weniger?
    Habe bei Ihnen auf dem AB gesprochen würde mich freuen ,wenn sie mir eine Antwort geben könnten.
    Mit freundlichen Gruß

    Silvia Nitschke aus Berlin