Das homöopathische Arzneimittelportrait: Acidum citricum

Leider gibt es kein allzu umfangreiches Arzneimittelbild von Acidum citricum. Die Zitronensäure ist ein Bestandteil der so genanntenKatalysatoren des Zitronensäurezyklus nach Hans-Heinrich Reckeweg. Wie gesagt, handelt es sich dabei um ein so genanntes „kleines Mittel“, das aber im Einzelfall besonders große Bedeutung erlangen kann.

 

Ich bezeichne die Zitronensäure als ein so genanntes „wachs-blüh-gedeih“-Mittel. Es lässt sich erstaunlicherweise recht gut kombinieren mit Calcium phosphoricum und überhaupt alle möglichen Phosphorsalzen sowie der Phosphorsäure (z.B. Acidum phosphoricum).

 

Bei Kindern zu Unterstützung unterbrochener Wachstumsprozesse

 

Bei Kindern kann man diesen Katalysator des Zitronensäurezyklus einsetzen, um unterbrochene Wachstums- und Entwicklungsprozesse wieder in Gang zu bringen oder zu unterstützen. Ganz besonders mit dem Hintergrund einer entzündlichen Erkrankung, etwa der Haut (zum Beispiel Neurodermitis) oder aber des Darms, wie bei Morbus Crohn. Hier kann man es schon früh einsetzen, das beste Alter ist aber zwischen dem dritten und dem 15. Lebensjahr. Die wichtigsten Symptome sind:

 

Geistig und seelisch: „der Traumtänzer“. Die Stimmung ist positiv, alles wird von der lockeren Seite gesehen. Allerdings wird nichts durchdacht, es findet keinerlei Planung statt. Auch der Antrieb, etwas zu leisten ist nicht gegeben.

 

Gedächtnis: besonders das Kurzzeitgedächtnis ist schlecht. Eine Frage wird mehrmals wiederholt. Das trifft auf Kinder ebenso wie auf alte Menschen zu.

 

Es treten Atemwegsprobleme auf, die sich in der frischen und kühlen Luft verbessern und im warmen Zimmer oder bei Hitze verschlimmern (bei Hitze ist auch an Selen zu denken). Insbesondere auch mit rezidivierenden oder bestehenden, eventuell auch chronifizierten Infekten, etwa der Nebenhöhlen.

 

Bei einem jungen Mädchen schlugen sich Infekte des Nasen-Rachen-Raums nach der Entfernung der Tonsillen auf den Kehlkopf sowie die Bronchien. Eine einmalige Gabe von Acidum citricum führte relativ zeitnah zu einer starken Erkältung, die sich durch Fließschnupfen äußerte. Danach besserten sich alle übrigen Beschwerden um etwa 30 %.

 

Auch wenn Antioxidantien, insbesondere Vitamin C nicht richtig assimiliert und in den Stoffwechsel integriert werden können, ist an die Zitronensäure zu denken. Der Energiestoffwechsel ist beeinträchtigt, Schleimhautzellen leiden besonders unter diesem Zustand.

 

Daher zählen auch Zahnfleischentzündungen und Skorbut zu den Indikationen der Zitronensäure!

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