Infektabwehr: ECHTE Grippe vs. grippaler Infekt

Über die Grippeschutzimpfung hört man in diesem Winter nur wenig erbauliches: schützt nicht, schützt gegen die falschen Erreger, schützt Personen über 60 Jahre schon mal gar nicht und insgesamt hat der Infektionsschutz abgenommen.

 

Sie müssen wissen, dass eine echte Grippe gar nicht mit einem normalen grippalen Infekt (einer Erkältung) zu vergleichen ist. Eine echte Grippe kann einen niederstrecken wie ein Gewehrschuss und ist mit ziemlich massiven Symptomen verbunden. Immunschwache Personen können einer Grippe sogar erliegen. Man schätzt, dass in Deutschland jede Saison zwischen 3000 und 6000 Menschen an der echten Grippe sterben.

 

Natürliches, was vor Grippe schützen könnte, ist in der Wissenschaft stark umstritten

 

Klar, könnte man argumentieren: „die wollen ja schließlich ihre Schutzimpfungen an den Mann bringen!“ Aber auch als Naturheilkundler möchte ich mich nicht auf das Niveau von Verschwörungstheoretikern begeben - obwohl die „Schweinegrippe-Affäre“ vor mittlerweile fünf Jahren dazu mehr als genug Anlass geboten hätte.

 

Die Frage, der ich in diesem Blogeintrag nachgehen möchte, lautet:

 

Bei welchem Typ Winter ist eine Grippewelle am stärksten bzw. am wahrscheinlichsten und

 

Welche natürlichen Substanzen oder Nahrungsergänzungen haben das Potenzial, tatsächlich vor Grippe zu schützen?

 

Kommen wir zur ersten Frage…

 

Welcher „Typ Winter“ provoziert die heftigsten Grippewellen?

 

Im Prinzip gibt es drei Typen von Winter in Mitteleuropa bzw. Deutschland: dem klassischen „Mildwinter (maritim-atlantischer Typus)“ mit Temperaturen von 5-10°, wenden überwiegend aus westlich bis südwestlicher Richtung, kontinuierlich windigem Wetter, wenig Sonne und viel und gleichmäßig Regen. Der zweite Typ ist der so genannte „maritim-arktische Typus“: nasskalt, meist knapp über 0° im Flachland, mit klassischem Schauerwetter, sehr wechselhaft, zwischendrin immer wieder Sonne. Der dritte Wintertyp ist eher selten, es ist der Kontinental-Winter mit der trockenen Kaltluft aus Russland: strenger Frost und viel Sonne.

 

Nach meiner langjährigen Beobachtung (ich interessiere mich hobbymäßig ein bisschen für das Wetter) tritt eine Grippewelle typischerweise mit dem so genannten maritim-arktischen Winter am kräftigsten in Erscheinung, gefolgt vom maritim-atlantischen, milden Winter. Am seltensten bzw. am schwächsten scheinen mir Grippewellen bei sonnigen, strengen Wintern zu sein.

 

Jetzt zur zweiten Frage: welche Substanzen haben ein gewisses Grippeschutzpotenzial

 

Ein gutes Immunsystem ist für die Rolle der Abwehr bei der echten Grippe weniger wichtig als bei einer simplen Erkältung. Ein gutes Immunsystem sorgt aber dafür, dass wir auch eine echte Grippe halbwegs unbeschadet überstehen können. Die klassischen Vitamine wie C und D schützen weniger vor der Grippe an sich als vor Erkältungen. Ein gewisses Potenzial, vor Grippe zu schützen haben Spurenelemente: allen voran Zink und Selen. Um ohne Nahrungsergänzung wirklich ausreichend mit Zink versorgt zu sein, ist eine gute Eiweißverdauung wünschenswert. Wer zum Beispiel an Magensäure hemmendes Medikament nimmt, mit nicht so viel Zink aus der Ernährung auf.

 

Für Selen genügt es, immer mal wieder Paranusskerne oder Kokosmilch zu verzehren – wer es mag! Und Curry ist in den Wintermonaten sowieso ein leckerer, scharfer, innerlich wärmender Infektschutz - gegen quasi alle Arten von Infekten (der Vollständigkeit halber: Vorsicht bei empfindlichem Magen-Darm-Trakt!)

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