Die naturheilkundliche Behandlung eines chronischen Erschöpfungssyndroms (Teil 2)

Beim Faktor „Schlaftiefe“ und natürliche Erholung während des Schlafes sind natürlich außer den im letzten Blogeintrag genannten Faktoren Ernährung und Nahrungsergänzung noch die äußeren Umstände zu berücksichtigen: die Vermeidung technischer Strahlung sowie die möglichst komplette Abdunklung des Schlafplatzes. Obwohl dieser Punkt nicht zu meinen Kompetenzbereichen zählt, kann außerdem eine Untersuchung des Schlafplatzes auf Erdstrahlen in Erwägung gezogen werden. Wird in diesen Bereichen optimiert, lässt sich eine bedeutend höhere Schlaftiefe erzielen.

 

Feste Zeiten für Schlaf und Essen!

 

So ähnlich wie bei der Behandlung der Migräne ist es bei der Behandlung des chronischen Erschöpfungssyndroms wichtig, dass eine gewisse Regelmäßigkeit im Lebensrhythmus eingehalten wird. Das gilt für die Schlaf-und Essenszeiten. Das ausfallen lassen von Mahlzeiten ist in solch einem Zustand nicht empfehlenswert.

 

Sind diese Punkte optimiert und hat sich der Zustand des Patienten einigermaßen stabilisiert, kann mit einer vorsichtigen bzw. behutsamen Anregung der Entgiftungsorgane Leber, Niere und Lymphe begonnen werden. Hierzu empfehlen sich entsprechende Tees, eventuell ein Mariendistel-Präparat oder sanfte homöopathische Komplexmittel, die auf den Konstitutionstyp (Augendiagnose, Antlitzdiagnose!) abgestimmt werden sollten.

 

Die erste Phase der Entgiftung

 

Wichtig ist es bei den genannten Präparaten nicht mit der empfohlenen Tagesdosis einzusteigen, sondern dieses sanft in 20 %-Schritten je nach Belastbarkeit des Patienten auf die Hälfte oder die komplette empfohlene Tagesdosierung zu steigern. Bei den meisten Patienten wähle ich Schritte zwischen vier Tagen und einer Woche.

 

Die körperlichen Aspekte der Erkrankung verändern sich zuerst: zum Beispiel können sich Lymphknotenschwellungen zunächst verstärken. Dem sollte durch das trinken von reichlich Wasser begegnet werden. Milchprodukte sind in dieser Phase nicht empfehlenswert. Nach 3-4 Wochen sollten die Schwellungen abklingen und sich normalisieren. In dieser Phase kann es auch zu einer verstärkten Müdigkeit, verstärktem Wasserlassen und eventuell nächtlichem Schwitzen kommen - falls dieses nicht von vornherein besteht. Auch diese Erscheinungen sollten nach 3-4 Wochen langsam aber kontinuierlich nachlassen.

 

Bei alldem ist darauf zu achten, dass sie Ernährung so wie oben dargestellt, unbedingt beibehalten wird. Vor allen Dingen sollten strikt zuckerhaltige Getränke (auch Fruchtsaft!), Koffein in jeder Form und natürlich erst recht Alkohol gemieden werden.

 

Diese Phase sollte nach 8-10 Wochen abgeschlossen sein.

 

Die zweite Phase der Entgiftung

 

Wenn sich der Patient jetzt besser fühlt, geht es ans „Eingemachte“: die Virustoxine werden aus dem Körper aus geleitet. Auch hier wird Lege Artis schwerpunktmäßig nach Antlitzdiagnose vorgegangen. Lässt sich dem Gesicht eine Nierenschwäche entnehmen (Blässe, fahle Gesichtsfarbe, ödematöse Schwellungen), kommen die Präparate zum Einsatz, die das schwächste Glied des Körpers entscheidend stärken. Zum Beispiel: Berberis, Anthrachinon, Acidum fumaricum und DL-Malicum.

 

Liegt der Problem Schwerpunkt im Bereich der Leber – typische Antlitzzeichen hierfür sind das Auftreten von so genannter „Couperose“, vermehrte Pigmentflecken um die Lippen sowie bräunliche Ränder unter den Augen - wird auch hier das schwächste Glied gestärkt: Alpha-Liponsäure, Acidum cis-aconiticum, reduziertes Coenzym Q10 (Hydrochinon), China. Interessanterweise können hier auch Okoubaka und homöopathisiertes Vitamin B12 (Cyanocobalaminum, oder auch homöopathisiertes Kobalt – Cobaltum metallicum) entscheidende Fortschritte bringen, insbesondere dann, wenn zusätzlich Entkräftung und Auszehrung vorliegen - ähnlich wie bei China und Lycopodium (meist ist die klassische Homöopathie nicht ausreichend!)

 

Die Ausleitung mit Tees, homöopathischen Komplexmitteln und Mariendistel-Extrakt kann über diese zweite Phase der Entgiftung weiter erfolgen. Sind die geschwächten Bereiche des Körpers hinreichend gestärkt, kann eventuell eine Virusausleitung mit Rhodizonsäure, Trichinoylum und Glyoxal ins Auge gefasst werden - falls dies noch notwendig sein sollte.

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