Spurenelement Selen: wichtig auch zur Vorbeugung vor Infekten!

Eigentlich sollte man meinen, dass es in unserer Gesellschaft keine Mangelerscheinungen gibt. Die Auswahl an Nahrungsmitteln, die wir haben, übersteigt alles vor noch 50 Jahren Vorstellbare. Allerdings ist zum Thema Spurenelemente zu sagen: je seltener das Spurenelement, je weniger der Körper davon benötigt - umso wahrscheinlicher ist ein Mangel daran. Auch bei Selen ist ein Mangel wesentlich wahrscheinlicher als eine Vergiftung mit diesem Element. Letztere kann vorkommen, wenn die Umwelt des Betroffenen besonders viel Selen enthält.

 

Wie wahrscheinlich ist ein Mangel an Selen?

 

Nicht sehr wahrscheinlich, aber er kann vorkommen. Zur Deckung des Bedarfs werden mindestens 50 µg Selen pro Tag empfohlen. Manche Experten empfehlen 100 µg oder mehr. Diese (Letzteren) Mengen sind fast nur durch Nahrungsergänzung zu erreichen. Oder Sie essen bzw. trinken Produkte, in denen Kokosmilch vorhanden ist - oder Kokosraspeln. Tierische Nahrungsmittel wie Fisch oder Weiderind enthalten mehr Selen als pflanzliche, an die Mengen, die Kokos enthält, kommen sie jedoch nicht dran.

 

Wie äußert sich ein Mangel an Selen?

 

Leider sind die Symptome sehr unspezifisch und lassen 1000 verschiedene Interpretationen zu. Es kommt zu Allgemeinsymptomen wie Müdigkeit, Muskelschwäche, Infektanfälligkeit, trockener Haut und Veränderungen im roten Blutbild. Da Selen auch etwas mit der Tätigkeit der Schilddrüse zu tun hat, kann bei längerfristigem Selenmangel auch Unregelmäßigkeit der Schilddrüsentätigkeit auftreten. Es gibt sogar Stimmen, die sagen, dass man zur Behandlung von Hashimoto-Thyreoiditis Selen einnehmen sollte.

 

Die Aufnahme von Selen ist an Vitamin B6 gekoppelt. Das sorgt dafür, dass Selen an eine Aminosäure angebunden wird und im Darm aufgenommen werden kann.

 

Eine moderate Zufuhr kann gegen Infekte wappnen!

 

Die Temperaturen fallen, schon seit Oktober gibt es immer wieder Rückmeldungen über Infekte in meiner Praxis. Das wird über den Winter sicherlich nicht besser werden. Ein amerikanischer Naturheilarzt hat vor kurzem eine Studie zitiert, nach der es sogar möglich ist, sich durch die Einnahme von Selen als Nahrungsergänzung vor der echten Grippe zu schützen.

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