Eine Erkältung, die nicht richtig ausbricht?

Die Temperaturen sinken, es wird langsam richtig Spätherbst. Der Winter steht vor der Tür. Und damit beginnt die Erkältungssaison.

 

Vielleicht waren Sie bisher der Ansicht, dass man eine Erkältung bekommt oder eben nicht. Aber das ist falsch. Jemand, der keine Erkältung bekommt, ist nicht automatisch jemand, der keinerlei Viren in sich trägt. Die meisten von uns sind mit Erkältungsviren konfrontiert. Bei manchen bricht eine Erkältung aus mit den klassischen Symptomen: Husten, Schnupfen, rauer Hals, leicht erhöhte Temperatur, verstopfte Nebenhöhlen, allgemeines Unwohlsein und Erschöpfungsgefühle. Bei anderen wiederum tut sich überhaupt nichts.

 

Und dann gibt es dann noch eine dritte Gruppe…

 

Sie spüren eine Erkältung in sich - aber die akute Krankheit will nicht so richtig ausbrechen. Eine leicht verstopfte Nase bzw. immer mal wieder Nasenlaufen, ein gewisses Kratzen im Hals, eine verstärkte Empfindlichkeit der Zähne oder Empfindungsstörungen im Gesichtsbereich, die man normalerweise nicht hat, zusammen mit Müdigkeit und Konzentrationsschwächen können darauf hindeuten, dass Sie mit einem Erkältungsvirus infiziert sind, aber der grippale Infekte nicht so richtig zum Ausbruch kommt.

 

Ist das gut oder eher schlecht?

 

Mancher mag dies als ein gut funktionierendes Immunsystem interpretieren, wenn die Symptome rückstandslos nach 2-3 Tagen wieder verschwinden. Aber es gibt genug Leute, die sich mit diesen Symptomen wochenlang herumplagen und sich nur allmählich davon erholen - und das sogar länger, als ein „richtiger Schnupfen“ normalerweise dauern würde. Die klassische Regel: sieben Tage kommt er, sieben Tage bleibt er, sieben Tage geht er.

 

Ich halte es für eher schlecht, wenn eine banale, akute Erkrankung nicht so richtig ausbricht. Für mich ist es ein Zeichen einer Stressbelastung, die den Körper zusätzlich aus irgendeiner Richtung beschäftigt und verhindert, dass das Immunsystem mit voller Kraft gegen die Viren arbeiten kann. Ich halte die folgenden Ursachen für dieses Phänomen am wahrscheinlichsten:

 

·       Wirbelsäulenblockaden durch langes Sitzen

·       Zahnprobleme

·       Einnahme von Medikamenten

·       subtiler, aber anhaltender psychischer Stress

·       hormonelle Veränderungen

·       Schlafprobleme

·       Belastungen mit Chemikalien und natürlich

·       einseitige, falsche oder unpassende Ernährung

 

in der Schüssler-Therapie gibt es drei Salze zur Behandlung von Infekten:

 

Die Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) wenn die Symptome ganz akut sind, frisch aufgetreten sind, wenn Fieber besteht und allgemein dem Immunsystem geholfen werden soll, eine akute Phase zu überwinden.

 

Die Nr. 4 (Kalium chloratum) wenn die Symptome nicht so akut sind, sondern sich ein bereits seit Tagen andauernder Zustand eingestellt hat: dauerndes Laufen der Nase mit weißlichen Schleim, Niesen, Frösteln und sonstige Erscheinungen eines Katarrhs.

 

Die Nr. 6 (Kalium sulfuricum) bei Erscheinungen, die weder zum Durchbruch noch zur Ausheilung kommen und sich deswegen chronifizieren. Professor Jaedicke soll dieses Mittel so beschrieben haben: „bei allen Krankheiten, die nicht richtig herauskommen!“

 

Damit gemeint sind nicht-Fisch-nicht-Fleisch - Fälle, die weder eindeutig an den akuten Symptomen einer Infektion erkranken noch vollkommen von ihr verschont bleiben. Mit diesem Mineralsalz soll dem Organismus also geholfen werden, eine subtile, unterschwellig vorhandene Erkrankung entweder herauszubringen oder über andere Kanäle aus dem Körper zu entfernen.

 

Die Krankheit muss dabei nicht zum Ausbruch kommen. Es können sich auch Symptome einstellen wie Schweiß, verstärktes Wasserlassen oder eine starke Müdigkeit (im Sinne der ganzheitlichen Naturheilkunde „befeuchtet“ Schlaf den Organismus und macht eine Ausleitung von Schadstoffen oder Krankheitsbelastungen möglich).

 

So oder so: in der Naturheilkunde ist es sinnvoller, eine harmlose akute Erkrankung ganz herauszubringen und zu durchleben als Ihre Symptome irgendwie zu hemmen. Wie die oben genannten Beispiele zeigen, geschieht dies durchaus nicht nur durch Medikamente!

 

Hinweis: dieser Blogeintrag bespricht Arzneimittel. Ich rate ausgesprochen von einer Anwendung ohne die vorherige Beratung durch einen Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker ab! Die Einnahme von Arzneien, auch natürlichen, geschieht auf Verantwortung desjenigen, der sie veranlasst!

 

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Kommentare: 9
  • #1

    Triene (Donnerstag, 02 April 2015 14:17)

    Danke für diesen Beitrag, er hat mir heute sehr geholfen. Seit über 4 Wochen weiss ich nicht, was in mir vorgeht. Jetzt macht es einen Sinn ;-) ... Frohe Ostern

  • #2

    Barbara Bartnick (Sonntag, 24 Januar 2016 22:46)

    Meine Nase ist zu kann leitet nicht richtig schnaufen habe Zeit Oktober diese Schnupfen ich weiß nicht mehr was ich machen soll können Sie mir einen Rat geben beide Ohren klingt wie ein Wasserfall auf einem die rechte Seite wie eine Blockade in der nase was, soll ich machen.War schon bei den Hals u Nasen Arzt nichts hilft ich habe ein nase Spray bekommen mit mit b .bartnick

  • #3

    Andreas Ulmicher (Montag, 25 Januar 2016 07:51)

    Sehr geehrte Frau Bartnick,

    Haben Sie neben den von mir im Artikel genannten Ursachen schon mal an Vitamin-D-Mangel oder an eine veränderte Darmflora gedach?

    Übrigens: unglaublich, aber wahr: Nasenspray kann tatsächlich süchtig machen.

  • #4

    Cornelia (Dienstag, 16 Februar 2016 20:05)

    Ich habe seit drei Tagen geschwollenen Lymphknoten in der Leiste, an zwei Tagen leichtes Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen. Typische Zeichen einer Erkältung bei mir. Aber sie kommt nicht raus und geht auch nicht. Kann es damit zusammen hängen, dass ich gerade eine Darmsanierung auf homöopathischer Basis mache? Zudem ist mir schwindelig und ich bin in den Wechseljahren.
    Danke für Ihren Rat!

  • #5

    Andreas Ulmicher (Dienstag, 16 Februar 2016 20:25)

    Hallo,

    Bitte fragen an mich nicht ins Kommentarfeld setzen, sondern über das Kontaktformular an mich senden:

    http://www.praxis-ulmicher-freitag.de/kontakt/

  • #6

    Claudia Schmidt (Montag, 18 September 2017 14:38)

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Jetzt weiß ich, dass ich nicht "bekloppt" bin. Seit Wochen geht auf der Arbeit ein Erkältungsvirus rum, und nachdem ich wochenlang immer mal einen Tag Sympome hatte, fühle ich mich jetzt wie erschlagen nur ohne Halsschmerzen. Jetzt versteh ich, was los ist.

  • #7

    Sandra Neumann (Dienstag, 20 März 2018 08:37)

    Sehr geehrter Herr Ulmicher,

    ich habe Ihre interessante Seite im Internet gefunden. Seit ca. vier Wochen habe ich Anzeichen eines grippalen Infektes, der nicht richtig ausbricht. Vor ca. vier Wochen hatte ich einen leichten Schnupfen, damit habe ich (vermtl. dummerweise) einmal Sport getrieben. Seitdem habe ich ein Brennen in den Wanden, Oberarmen und zwischen den Schulterblättern. Der Arzt nahm Blut ab und diagnostizierte einen gripp Infekt. Ich habe mich, lt. Anraten des Arztes, nur geschont. Die Symptome waren dann auch verschwunden. Ich habe dann versucht wieder Aufzustehen. Schon nach einmal Wäsche in den Keller bringen, traten die Symptome mit brennen in den Oberschenkeln, Oberarmen und zw den Schulterblättern wieder auf. Also bin ich wieder zum Arzt und es erfolgte die gleiche Aussage und gleiche Prozedur. Das habe ich jetzt schon dreimal hinter mir. Gestern bin ich zu der Vertretung meines Hausarztes. Dieser war der Ansicht, dass ich unter einer leichten Depression leiden würde. Er bat mich zum Psychiater zu gehen. Dieser verschrieb mir ein Antidepressivum. Das nehme ich nun. Es hat mich völlig um. Die Symptome sind allerdings immer noch vorhanden. Nun weiss ich nicht mehr weiter.
    Können Sie mir etwas raten?

    Vielen herzlichen Dank vorab.
    Sandra Neumann

  • #8

    Andreas Ulmicher (Dienstag, 20 März 2018 11:56)

    Sehr geehrte Frau Naumann,

    Bitte Fragen NICHT in die Kommentarfunktion, sondern über das Kontaktformular per Mail an mich!

    Herzliche Grüße
    Andreas Ulmicher

  • #9

    Alfred Wegener (Dienstag, 05 Juni 2018 12:22)

    ich habe sehr gute Erfahrungen mit Rosenquarzen gemacht - insbesondere die direkte Applikation auf den Bauchnabel-Schackra stoppt in den meisten Fällen wiederkehrende Fieberschübe.