Ein weiterer Grund, warum Sie Magnesiumchlorid einnehmen sollten

Magnesiumchlorid-Hexahydrat ist ein gar nicht mehr sogar geheimes Geheimrezept der alternativen Gesundheitsszene. Seine positiven Wirkungen auf den Körper haben sich herumgesprochen: es hilft bei der Entschlackung des Gewebes, wirkt sich positiv auf das Säure-Base-Gleichgewicht aus, hilft bei Muskel- und Gelenkbeschwerden, auch bei Rückenschmerzen und hat sogar positive Effekte auf das Immunsystem.

 

Anorganische und organische Magnesiumverbindungen

 

Ich habe selbst Erfahrungen gesammelt mit anorganischen und organischen Verbindungen von Magnesium. Um den Körper mit Magnesium zu versorgen, ziehe ich die organischen Verbindungen vor, wie etwa Magnesiumcitrat oder –orotat. Dies ist die bessere Alternative, wenn es etwa um eine Therapie gegen Krämpfe geht oder um den Schutz des Herz-Kreislauf-Systems.

 

Anorganische Magnesiumverbindungen halte ich für besser, wenn es darum geht, den Körper zu entgiften. Magnesiumsulfat kennen Sie vielleicht unter dem Begriff „Bittersalz“. Es war und ist noch ein beliebtes Hilfsmittel zur Darmreinigung. Magnesiumchlorid hat aber gegenüber Magnesiumsulfat entscheidende Vorteile:

 

  • Es kann teilweise über die Nieren ausgeschieden werden,
  • es irritiert bzw. reizt den Darm nicht so stark,
  • es trägt die Leber-Galle-Funktion an,
  • seine Wirkungen in Bezug auf den Bewegungsapparat sind relativ schnell zu spüren.

 

Aber jetzt noch ein Vorteil, an den Sie wahrscheinlich nicht gedacht haben:

 

Magnesiumchlorid enthält Chlorid und ist somit mit dem im Körper vorhandenen Wasserstoff eine prima Möglichkeit, den Magen zu einer gesunden Salzsäureproduktion anzuregen. D.h., ihre Verdauung profitiert sogar noch davon!

 

  • Sie stimulieren den intrinsic-Faktor und können Vitamin B12 besser verdauen!
  • Sie verbessern Ihre Eiweißverdauung!
  • Sie können indirekt sogar einem metabolischen Syndrom (Insulinresistenz) entgegenwirken!

 

Wie viel trinken?

 

Aus Magnesiumchlorid-Hexahydrat-Pulver wird eine dreiprozentige Lösung zubereitet: 30 g des Pulvers auf 1 l stilles Wasser. Davon abends ein Schnapsglas! Damit wird die täglich empfohlene Höchstdosis garantiert nicht überschritten. Sensible Naturen, die mit dem Magen-Darm-Trakt Probleme haben, starten mit einem halben Schnapsglas. Ich rate vom Gebrauch bei Entzündungen im Verdauungstrakt ohne vorherige Rücksprache mit einem Therapeuten ab!

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Kommentare: 13
  • #1

    Clara (Freitag, 25 November 2016 13:59)

    Guten Tag, danke für die Anregung!

    Wie lange ist so ein Liter der präparierten Lösung haltbar?

  • #2

    Andreas Ulmicher (Freitag, 25 November 2016 20:49)

    Aus einer Glasflasche habe ich noch nach Monaten getrunken, Plastik ist allerdings unbedingt zu meiden. Angeblich soll es unbegrenzt haltbar sein, wenn es einigermaßen kühl und sauber steht, sollte ein Vierteljahr kein Problem darstellen, da es anorganisch ist.

    Herzliche Grüße
    A.Ulmicher

  • #3

    Sabine (Dienstag, 17 Januar 2017 14:25)

    Hallo,
    ich will eine Leberreinigung machen u soll 100g Bittersalz auf 800 ml Wasser in 4 Portionen innerhalb von 14 Std. trinken. Kann ich da auch anstatt des Bittersalzes Magnesiumchlorid-Hexahydrat (hab ich noch) nehmen?
    Viele Grüße
    Sabine

  • #4

    Andreas Ulmicher (Dienstag, 17 Januar 2017 19:50)

    Hallo,

    Nein, das funktioniert so nicht. Meines Wissens erweitert Magnesiumchlorid nicht so die Gallenwege wie Bittersalz.

    Herzliche Grüße
    Andreas Ulmicher

  • #5

    Andreas (Sonntag, 12 März 2017 17:20)

    Hallo,

    danke für den tollen Beitrag.

    Ich nehme jetzt seit einigen Wochen 6 Schnapsgläser vom Magnesiumchlorid (33g auf 1L Wasser), über den Tag verteilt... nehme dazu auch noch Vitamin D3 (20k IE) und 200ug K2.

    Jetzt lese ich dass ich nur 1 Schnapsglas davon nehmen soll am Tag. Ich bekomme aber auch bei 6 Schnapsgläsern keinen Durchfall, bei 7 oder 8 Schnapsgläsern wirds schon kritisch, da kann es sein dass es recht weich wird, oder sogar Durchfall bekomme ich dann.

    Ist das gefährlich was ich tue?

  • #6

    Andreas Ulmicher (Sonntag, 12 März 2017 19:30)

    Hallo,

    Huh, Sechs Stück?! Das ist schon ziemlich viel.

    Gefährlich ist das wahrscheinlich nicht - Ausnahmen sind bestimmte Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen - aber wenn Sie so viel Magnesium oral zu sich nehmen, dürfte nur eine geringe Menge absorbiert werden. Frau Dr. Hendel, die Magnesium-Expertin in Deutschland, sagt, dass die Aufnahme von Magnesium aus dem Darm umso geringer ist, je höher die Konzentration von Magnesium. Auf gut Deutsch: von 2 oder 3 Schnapsgläsern über den Tag verteilt haben Sie mehr als von 6 ebensolchen, die Sie auf einmal nehmen.

    Herzliche Grüße
    Andreas Ulmicher

  • #7

    Hallo (Mittwoch, 05 Juli 2017 16:55)

    Magnsiumchlorid-Hexahydrat von Merck(chem.Synthese) nur für äußerliche Anwendung gedacht?

  • #8

    Jacqueline (Donnerstag, 02 November 2017 07:04)

    Guten Tag
    Spielt die Zeit der Einnahme eine Rolle?
    Auf einer anderen Internetseite habe ich gelesen man soll es am morgen trinken.

  • #9

    Andreas Ulmicher (Donnerstag, 02 November 2017 09:46)

    Hallo,

    Die Zeit der Einnahme spielt insofern eine Rolle, als dass Magnesium bestimmte Anteile des Parasympathikus erhöht und daher für die meisten Anwendungen besser abends wirkt. Ausnahmen sind Verbindungen von Magnesium und bestimmten Aminosäuren, wie z.B. Magnesiumthreonat. Diese wirken "nootropisch" (das Gehirn anregend) und sollten eher morgens eingenommen werden.

  • #10

    Jacqueline (Freitag, 03 November 2017 06:07)

    Lieben Dank für diese sehr schnelle und ausführliche Antwort.

  • #11

    Agnes (Mittwoch, 22 November 2017 10:29)

    Hallo,
    ich habe jetzt 10 Tage Darmreinigung mit je 2 Teelöffeln Bittersalz am Morgen genommen . Kann ich diese auch mit derselben Menge an Magnesiumchloridhexahydrat fortführen ?
    Viele Grüße
    Agnes

  • #12

    Agnes (Mittwoch, 22 November 2017 10:35)

    Hallo,
    ich habe noch eine Frage: Ich las kürzlich das Darmreinigung mit anorganischem Schwefel alle schlechten Bakterien und auch Darmparasiten beseitigt. (Dr. Karl Probst). Die geschädigte Darmschleimhaut soll sich danach sehr gut wieder regenerieren.
    Ich habe Amöben und diese durch verschiedene Versuche noch nicht losgekriegt.
    Was sagen Sie zu einer solchen Schwefelkur ?
    Viele Grüße
    Agnes

  • #13

    Andreas Ulmicher (Mittwoch, 22 November 2017 17:23)

    1. Nein, Magnesiumchlorid eignet sich nicht zur Darmreinigung,
    2. Mit Schwefelkuren habe ich keine Erfahrung, würde aber aufgrund der leichten Überdosierung eher davon abraten

    Herzliche Grüße
    A.Ulmicher