Wärmetherapie gegen Fibromyalgie und andere Ansätze

Vor einiger Zeit gab es in der online-Zeitschrift Heilpraxisnet einen Artikel über die Wärmetherapie bei Fibromyalgie. Fibromyalgie-Patienten wurden in einem Heilstollen Wärme, hoher Luftfeuchtigkeit und dem Gas Radon ausgesetzt. Offensichtlich wirkt die Therapie mit guten Ergebnissen bei über 80 % aller Betroffenen für einige Monate. In dieser Zeit können auch rezeptpflichtige Medikamente eingespart werden.

 

Ursache sind Nervenschädigungen?

 

Die Symptome einer Fibromyalgie, früher auch (irrtümlicherweise) als Weichteilrheuma bezeichnet, gaben Ärzten und Therapeuten lange Zeit Rätsel auf. Starke Müdigkeit, Neigung zu Depressionen, Muskel- und Gelenkbeschwerden, die von den Patienten meist genau lokalisiert werden können, treffen auf Laborwerte, denen man keinerlei wie auch immer geartete Erkrankung nachweisen kann. Dadurch wurden und werden Fibromyalgie-Patienten leider immer noch als „Simulanten“ abgestempelt.

 

Sollte sich die Hypothese der Nervenschädigungen tatsächlich als wahr erweisen - und vieles spricht dafür! - Ist eine Wärme-und Radon-Therapie in einem Heilstollen nicht das einzige, was Sie tun können, um eine Fibromyalgie positiv zu beeinflussen.

 

Eine Studie in 2012 hat nachgewiesen, dass ein Stoffwechselprodukt des Zuckerstoffwechsels, das bei einem Ungleichgewicht desselben in großer Menge entsteht, Methylglyoxal, Nerven schädigen kann. Dieser Zusammenhang wurde erwiesen bei Polyneuropathie und Diabetes. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass dieser Zusammenhang etwa im Rahmen eines „metabolischen Syndroms“, das nicht erkannt wurde, auch für Fibromyalgie gelten kann. Daneben sind Zucker-Eiweiß-Verbindungen, die so genannten „AGE“, offensichtlich auch an der Beeinträchtigung von Nervenzellen beteiligt.

 

Aus diesen Überlegungen lässt sich ein Therapieansatz gewinnen, der an mehreren Stellen gleichzeitig ansetzt

 

  • Die Therapie mit homöopathisiertem Methylglyoxal, eventuell mit Kombination weiterer Carbonylgruppenreihen (Stoffwechselprodukte des Energie-und Zuckerstoffwechsels)
  • Die therapeutische Einnahme von Aminosäuren und Vitamin B-Komplexpräparaten (besonders Vitamin B1, B6 und Folsäure sind wichtig, natürlich auch Vitamin B12!) und
  • Die therapeutische Einnahme von rechtsdrehender Milchsäure!

 

  • Diese drei Maßnahmen können zum Beispiel im Anschluss an eine Konstitutionsbehandlung verabfolgt werden!

 

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