Wie viel hat Diabetes 2 eigentlich mit Stress zu tun?

Wie viel hat Diabetes 2 eigentlich mit Stress zu tun?

 

Dieser Tage machte eine Gesundheits-Meldung die Runde - überschattet vom „Drama“ der Ebola-Epidemie, der schrecklichsten Epidemie aller Zeiten (bis wir die 20 Millionen, die vor 100 Jahren an der spanischen Grippe gestorben sind, erreichen, wird es aber noch eine Weile dauern) -  und daher mit Sicherheit von vielen übersehen:

 

„Stress bei der Arbeit begünstigt das Risiko für Diabetes Typ 2“

 

Diesen Studien haftet immer etwas sensationell Neues an, so neu ist das Thema aber nicht. Schließlich ist es ja altbekannt, dass ein erhöhter Kortisol-Spiegel den Blutzucker ebenfalls erhöht - langfristig und in Kombination mit anderen Komponenten kann das durchaus zu Diabetes führen. Kortisol ist ein Stresshormon, ein Signal für langfristigen Stress des Organismus. Wo dieser Stress nun herkommt, spielt eigentlich keine Rolle. Körperlicher Stress kann das genauso sein wie psychischer Stress. Und körperlicher Stress hat nicht immer etwas mit sportlicher Verausgabung am Rande des Zusammenbruchs zu tun. Sie könnten theoretisch auch einen Toten Zahn haben, der Sie über Jahre „stresst“ und zu chronischen Krankheiten führt.

 

Stress ist im Übrigen etwas sehr subjektives…

 

Wie Stress von zwei verschiedenen Personen empfunden wird, ist ja auch so eine Sache. Der eine „braucht“ den Nervenkitzel vom Fallschirmspringen, ungesichertem Klettern im Hochgebirge usw. Der andere kriegt schon Panik, wenn in einem Fahrstuhl das Licht ausgeht und der Fahrstuhl ins Stocken gerät.

 

Ausgerechnet aus der Medizin gibt es erste, grobe und zaghafte Studien, dass das subjektive Stressempfinden auch etwas mit der Darmflora zu tun haben könnte. Dass inzwischen sogar schon mehr Studien gibt über den Zusammenhang zwischen Darmflora und Übergewicht, Darmflora und Diabetes bleibt zu vermuten, dass das „Bauchhirn“ mit unseren Mitbewohnern (den Darmbakterien) uns entweder gesund erhält oder krank macht.

 

Zumindest was den Körper angeht oder die Beziehung zwischen Geist und Körper wird man wahrscheinlich in den nächsten Jahren viel mehr auf den Darm zurückführen als vorher schon.

 

Fühlen Sie die folgenden Symptome, ohne Stress zu haben?

 

Fühlen Sie sich verspannt, haben Sie plötzliche, kommende und gehende Schmerzen, zum Beispiel im Nacken bei Drehungen, schlafen Sie schlecht ein bzw. schlecht durch, schwitzen Sie viel und fühlen Sie sich innerlich unruhig und nervös - und das, obwohl sie eigentlich gar nicht so viel Stress haben? Dann sitzt der Stress im Körper. Aminosäuren und bestimmte Probiotika haben das Potenzial, Sie stressresistenter zu machen.

 

Meine Tipps:

 

  • Lactobacillus reuteri
  • S-Adenosylmethionin
  • Tyrosin
  • Glutamin
  • 5-Hydroxytryptophan

 

Vielleicht mal statt Hopfen und Baldrian? Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert!

 

Laufen im Darm die Fäden zusammen? Und: welche Auswirkungen haben äußere Umstände, die nicht Ernährung bzw. Medikamente sind, auf die Darmflora? Ich denke, etwa gegen Ende des Jahrzehnts haben wir dann eine auch "offizielle" Antwort!

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