Biorhythmus und Gesundheit: natürliches Licht vs. Kunstlicht

Gerade mal zwei Tage ist es her, da wurde auf dem Wissenschaftskanal des Österreichischen Rundfunks eine Studie veröffentlicht, wonach alle Erscheinungen eines Melatonin-Mangels aufgrund von Tageslichtmangel durch künstliches Licht mit erhöhtem Blauanteil therapiert werden können: Schlafstörungen, Depressionen, Konzentrationsschwierigkeiten, Vergesslichkeit, Herz-Kreislauf-Probleme.

 

Gegenüber einem normalen Licht würde man den erhöhten Blauanteil im Kunstlicht nicht einmal bemerken. Ich wundere mich dennoch etwas, dass so eine Studie jetzt erst veröffentlicht wird, werden doch Tageslicht-Glühlampen bereits in vielen Büros und Arbeitsstellen eingesetzt.

 

Ein gesunder Biorhythmus benötigt weit mehr als eine Lichtquelle, die dem Tageslicht-Spektrum gleicht

 

Wer allen Ernstes meint, dass künstliches Licht mit dem Spektrum der Sonne alle Probleme löst, der hat sich geschnitten. Dazu bedarf es weit mehr. Mehr als eine künstliche, regulierte und eventuell sogar mit Schadstoffen angereicherte Luft moderner Großraumbüros und Arbeitsstätten. In polaren Gegenden mit der langen, dunklen Polarnacht mag es noch angehen, Tageslichtlampen mit erhöhtem Blauanteil zur hormonellen Stimulation einzusetzen. Für unsere Breiten ist das allerdings nicht geeignet. Für einen gesunden Biorhythmus benötigt der Körper nicht nur Licht, sondern auch Temperaturschwankungen, Wind, sogar unterschiedliche Gerüche und unterschiedliche Geräuschkulissen. Oder mal so rum gefragt: zu welcher Jahreszeit werden Sie von sich aus (ohne Unterstützung etwa durch einen Wecker) früher wach? Im Dezember oder im späten Frühling, wenn in den frühen Morgenstunden die Vögel zwitschern?

 

Es gibt sogar eine Studie, nach der Menschen, die keinerlei Temperaturschwankungen erfahren, eher zu Fettleibigkeit neigen

 

Ich bin mir im Moment nicht sicher, wo ich diese Studie gefunden habe, aber ich meine, im Kopf zu haben, dass Personen, die einen großen Teil ihrer Lebenszeit klimatisierter, gleichmäßig temperierter Luft ausgesetzt sind, eher zu Dickleibigkeit neigen als solche, die stärkeren Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.

 

Fasst man all dies zusammen, dann läuft es eigentlich nur noch auf eine Sache hinaus: versuchen Sie, einen Großteil ihrer Freizeit möglichst an der frischen Luft zu verbringen. Und zwar unabhängig davon, ob die Sonne scheint, es heiß oder kalt ist!

 

Übrigens: es ist auch als Allergiker nicht unmöglich: Hier klicken!

 

 

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