Dicke Beine und Ödeme - die wahrscheinlichste Ursache und was wirklich hilft

Es ist Sommer. Die Temperaturen steigen - was für sich schon einmal ungewöhnlich ist - auf 25-30 °C an. Was sorgt dafür, dass gerade jetzt viele Frauen über Wasseransammlungen (Ödeme) in den Beinen klagen?

 

Warum es im Sommer schlimmer wird, ist eigentlich relativ simpel

 

Durch die Wärme arbeitet das autonome Nervensystem im Schongang. Der Entspannungsnerv Parasympathikus ist über den Stressnerv Sympathikus dominant. Dadurch sind die Blutgefäße geweitet, der Blutdruck sinkt. Das Herz schafft es nicht, das Blut mit ausreichend Druck durch die feinen Blutgefäße in den Extremitäten zu treiben, es kommt zu einer gewissen Stagnation. Flüssigkeit sammelt sich dann im Gewebe, wenn Schadstoffe und Kohlendioxid durch den zu geringen Druck nicht ausreichend aus dem Gewebe abtransportiert werden können. Das führt zu einer lokalen Säurebelastung und zu einem Lymphstau, wodurch die Beine anschwellen und dick werden. Vor allen Dingen Frauen, deren Venen beeinträchtigt sind, neigen dazu.

 

Welche Bewegung lindert?

 

Es heißt ja immer, dass Sport sich positiv auf Ödeme auswirken soll - es kommt allerdings darauf an, welcher Sport. Intensive Bewegung, die erschöpft, ist weniger geeignet. Durch die Erschöpfung kann es zu einem weiteren Abfall des Blutdrucks kommen, was das Problem verschärft. Wenn Sie allerdings mit verschiedenen Maßnahmen ihren Lymphfluss anregen - beispielsweise durch das entspannte Gehen auf einem Mini-Trampolin, wobei die Füße gebeugt und gestreckt werden - tut das den Beinen gut.

 

Nährstoffe, die helfen

 

Zu den Nährstoffen, die Mittel- bis langfristig helfen, zählen Mineralstoffe in ausgewogener Zusammensetzung. Es bringt nichts oder nicht viel, wenn man nur Magnesium einnimmt. Magnesium, Natrium, Kalium und Kalzium sollten in einer wirklich ausgewogenen Zusammensetzung eingenommen werden. Dazu kommen noch: B-Vitamine (Vitamin B6, B12 und Folsäure), der Wirkstoff aus der Weinraute „Rutin“ sowie Enzyme, wie beispielsweise Papain oder Bromelain, die durchblutungsfördernd wirken.

 

Nahrungsmittel, die sie eher vermeiden sollten…

 

Zurückhaltend sollten sie sein mit zugesetztem Fruchtzucker. Sehr zurückhaltend in jedem Fall während der Sommermonate mit Milchprodukten, Kaffee und einem Übermaß an scharfen Gewürzen aus der Familie der Nachtschattengewächse. Durch diese Nahrungsmittel wird erstens der Lymphfluss gestört und zweitens werden durch Gewürze aus der Familie der Nachtschattengewächse - was wenig bekannt sein dürfte - die „weiblichen“ Hormondrüsen angeregt, was zu einer Steigerung der Östrogenproduktion führt. Das ist nämlich auch so ein Grund (wenn auch ein kleiner) für geschwollene Beine.

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