Säure-Base-Haushalt, Heißhunger und Schüsslersalze

Das größte Hindernis auf dem Weg zur Idealfigur ist der Heißhunger. Bilde ich einen Querschnitt meiner Patienten mit Heißhunger, kommt es zu dem Ergebnis, dass fast 90 % Heißhunger auf Zucker und „schnelle“ Kohlenhydrate haben und nur etwas über 10 % Heißhunger auf salziges oder gar eiweißreiches. Wohin die Reise geht, sieht man also sofort: schnelle Energie wird benötigt.

 

Sind es die Körperzellen, die nach Energie schreien?

 

Es ist offensichtlich, dass im Stoffwechsel etwas nicht stimmt, dass ein Energiedefizit besteht, wenn der Körper nach Süßem verlangt. Man denkt dabei sofort an Insulin und Unterzucker, aber meist steckt ein anderes Problem dahinter. Denn nur in den seltensten Fällen - zumindest meiner Beobachtung und Erfahrung nach - besteht wirklich ein Unterzucker („Hypoglykämie“) mit allen Konsequenzen, wenn jemand Heißhunger auf Süßes oder auf Stärke hat. Haben Sie, falls Sie von diesem Problem betroffen sein sollten, an sich beobachtet, dass Heißhunger bei Ihnen mit einem flauen Gefühl, eventuell Schwindel und möglicherweise sogar Schweißausbrüchen verbunden ist? Nein, die meisten Personen beobachten meiner Erfahrung nach bei Heißhunger auf Süßes eine Art „Leere im Kopf“, eventuell auch ein Hungergefühl, aber nur selten veritable Erscheinungen einer Hypoglykämie.

 

Klar, bei einer Ernährung, die reich an schnellen Kohlenhydraten ist, wird das Gehirn nur kurzfristig mit Energie versorgt…

 

Aber das ist nicht das einzige Problem, nicht einmal das Hauptproblem. Hier spielen der Zellstoffwechsel und der Säure-Base-Haushalt auch noch eine Rolle. Sind Bindegewebe und Muskulatur mit Säure belastet (zum Beispiel Milchsäure), kommt es zur Minderdurchblutung der Zellen. Diese erhalten weniger Sauerstoff, können weniger ATP bilden und gehen ab einer bestimmten Grenze zur Gärung als Methode für die Energiegewinnung über. Die wiederum hat aber nur 6-7 % der Effizienz der normalen Zellatmung. Dass der Körper dabei relativ schnell ein Energiedefizit empfindet, liegt auf der Hand.

 

Die Energie muss deshalb ständig von außen zugeführt werden - ein Teufelskreis entsteht.

 

Hier spielt auch noch das vegetative Nervensystem eine Rolle. Ist der Stressnerv dominant, verschlechtert sich die Durchblutung ebenso. Das Problem wird verstärkt. Diese Art von Hunger entsteht nicht im Bauch, sondern durch das Gefühl eines Energiedefizits, das mit dem Verstand nicht so gut erfassbar erscheint.

 

Dieses Problem lässt sich mit Schüsslersalzen positiv beeinflussen

 

Wer sich ein bisschen mit der Thematik auskennt, assoziiert sofort „Heißhunger auf Süßes - Magnesium phosphoricum!“ Das ist zwar nicht grundsätzlich falsch, bringt aber nur etwas in der akuten Situation. Um das langfristige Grundproblem zu beeinflussen, empfehle ich die Kombination Natrium phosphoricum (Nr. 9) mehrmals eine Tablette über den Vormittag verteilt, Natrium sulfuricum (Nr. 10) mehrmals eine Tablette über den Nachmittag verteilt, und Silicea (Nr. 11) zwei Tabletten am Abend.

 

Natrium phosphoricum wirkt auf den Säure-Base-Stoffwechsel ein und darüber hinaus auch noch auf den Zucker-und Fett-Stoffwechsel. Natrium sulfuricum entschlackt das Gewebe und harmonisiert die Tätigkeit von Leber-Galle und Bauchspeicheldrüse. Silicea schließlich hilft bei der Ausscheidung. Das Ergebnis: das Energieniveau des Körpers wird gleichmäßiger und der Organismus kommt mit langkettigen, langsam verbrennenden und komplexen Kohlenhydraten aus! Ideal zum Abnehmen!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0