Schwarzkümmelöl hätten wir schon einiges zugetraut, aber das?

In einem bekannten englischsprachigen Online-Magazin der Naturheilkunde fand sich sinngemäß der Satz: „Schwarzkümmelöl: ein Heilmittel für alles - außer den Tod!“ Ich halte das zwar für ziemlich übertrieben, aber mit dieser Wirkung hätte ich beim besten willen nicht gerechnet:

 

Schwarzkümmelöl scheint Diabetes Typ 2 zu bekämpfen!

 

Schwarzkümmelöl geht immerhin auf drei wegen gegen Diabetes Typ 2 an: zunächst natürlich der schnelle Erfolg eines reduzierten Nüchternblutzuckerspiegels. Etwas nachhaltiger und langfristiger ist die Wirkung dieses Öls auf die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse, die Beta-Zellen: es gibt einen Wirkstoff im Öl, der offensichtlich die Teilungsfähigkeit und Regeneration dieser wichtigen Zellen anregt. Das ist auch und ganz besonders ein Thema bei Autoimmun-Diabetes, also Diabetes Typ 1.

 

Zu guter Letzt: die so genannte Insulinresistenz, ein Zeiger für das „metabolische Syndrom“ (fehlende Aufnahme von Zucker in die Zellen und damit langfristig erhöhte Blutzuckerspiegel), nimmt bei der regelmäßigen Einnahme von Schwarzkümmelöl ab!

 

Einen Versuch wert bei Helicobacter pylori

 

Offensichtlich geht der Wirkstoff des Schwarzkümmelöls auch gegen unerwünschte Bakterien im Magen-Darm-Trakt an. Einige kleinere Studien zeigen eine durchaus vergleichbare Wirkung des Öls mit der klassischen, medizinischen mehrfach-Antibiotikatherapie bei Helicobacter pylori.

 

Leider werden bei ätherischen Ölen Allergien immer mehr zum Thema

 

Auch so, aber vor allen Dingen wenn Sie von einer oder mehrerer Allergien betroffen sind, rate ich dringend, Rücksprache mit einem Arzt oder sonstigen Therapeuten zu halten, bevor sie Schwarzkümmelöl einnehmen (oder auch äußerlich anwenden).

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Kommentare: 6
  • #1

    Jenny (Freitag, 05 September 2014 17:17)

    Ist das Schwarzkümmelöl (SKÖ) wirklich so gut oder ist es bloß ein Geschwätz?
    Was ist schon alles über dem SKÖ gelesen habe, es soll helfen Diabetes etwas auszukurieren, Schlafstörungen mindern. Vor kurzem wurde ja geposaunt, dass es bei Katzen und Hunden bei der Zecken-Plage hilft http://www.the3cats.de/2014/05/jasper-schwarzkuemmeloel-gegen-zecken-gilt-das-auch-fuer-uns-katzen/. Es soll nicht nur bei Schnupfen helfen, es wird sogar als Zutaten in Cremen http://www.parodontcreme.de/so-wirkt-die-parodontcreme.html usw. verwendet, die gegen Zahnfleischbluten helfen soll. Allergien sollen sich damit bekämpfen lassen.
    Ist das SKÖ wirklich so ein gutes Heilmittel? Habe vor kurzem gelesen, dass Neemöl nicht nur ein zukünftiger Kosmetikersatz sein wird, es soll wohl in Zukunft auch viel in Heilmitteln zu finden sein.
    Ich bin nicht skeptisch ggü. solchen Ölen usw. aber ggü. dem Umfang wobei das SKÖ helfen soll...

  • #2

    Andreas Ulmicher (Freitag, 05 September 2014 20:53)

    Hallo!

    Man sollte bei solchen Dingen nicht von "Heilung" reden. Heilung ist, wenn man irgendwann mal nichts mehr einzunehmen braucht und die Symptome der Krankheit treten nicht mehr auf. Schwarzkümmelöl hat tatsächlich recht viele gesundheitsfördernde Wirkungen. In sehr seltenen Fällen können aber auch allergische Reaktionen auftreten (mir persönlich ist aber kein Fall bekannt).

    Wenn Sie englisch sprechen, ist eine sehr gute Seite mit vielen Infos über Schwarzkümmelöl "Greenmedinfo": http://www.greenmedinfo.com/search/google-cse#gsc.q=Nigella%20sativa

    Die Seite verlinkt auch zu entsprechenden Studien, wo Sie die Wirkung des Öls selbst einschätzen können.

    Herzliche Grüße

  • #3

    Christian (Dienstag, 03 Mai 2016 22:28)

    Hallo
    Ich nehme nun dieses Schwarzkümmelöl seit einer Woche. Morgens und Abends einen halben Teelöffel.
    Ich habe noch gar nichts gemerkt, mein Blutzucker am Morgen ist nach wie vor auf 6.7 mmol/l. Muss ich mehr nehmen oder wäre eine Einnahme mittels Kapseln besser?

  • #4

    Andreas Ulmicher (Mittwoch, 04 Mai 2016 08:33)

    Vielleicht sollten Sie dem Ganzen einfach mehr Zeit geben?!

    Herzliche Grüße
    Andreas Ulmicher

  • #5

    Bärbel (Sonntag, 19 Juni 2016 13:00)

    Hallo,
    bei meinem 22 jährigen Sohn wurde im November 2014 Diabetes 1 diagnostiziert. Zwar wusste ich von der u.a. blutzuckersenkende Wirkung von Schwarzkümmelöl, traute mich aber nicht das Öl meinem Sohn zu geben. Aufgrund seines Heuschnupfens wagte ich es nun aber doch das Öl zu geben. Bereits drei Tage später hatte er wesentlich weniger Heuschnupfen bedingte Beschwerden, der BZ war gesunken, heute knappe drei Wochen nach TherapieBeginn teilte mir mein Sohn mit, dass er nur noch die Hälfte der Insulinmenge benötigt. Es geht ihm ausgezeichnet. Ich werde weiter berichten.



  • #6

    Kristin (Sonntag, 10 Juli 2016 17:22)

    Grüß Gott,
    die Einnahme von Schwarzkümmelöl BIO und möglichst unfiltriert sollte mit 1-3 Teel. (morgens und abends und eine Stunde vor dem Essen eingenommen werden. Am besten ein halbe Minute im Mund behalten und dann schlucken - wegen der besseren Assimilierung. Leider wird die Einnahme wenig kommuniziert und
    da liegt der Hase im Pfeffer:-)
    Wer den Geschmack nicht mag, kann das Öl auf ein Stück Brot geben und wenn das nicht geht, dann die Kapseln nehmen. Den besten Erfolg hatte ich mit 3 Teel. oder 1 Eßlöffel - genial, was sich alles getan hat, aber ein bisschen warten ist schon angebracht. Für mich ein Geschenk des Himmels!
    Herzlich, Kristin