Mögen sie Salz?

Bisher galt Salz eher als ungesund. Frühere Untersuchungen behaupteten diesbezüglich, dass eine Ernährung, die viel Salz enthalte, den Blutdruck steigere und so indirekt zu Herz-Kreislauf-Krankheiten führe. Außerdem sollte Salz das Risiko von Ödemen im Organismus ansteigen lassen. Diese Wasseransammlungen wiederum setzen den kleinen Blutgefäßen Widerstand entgegen und führen so indirekt zu einem erhöhten Blutdruck.

 

Allerdings ist man sich dabei bei Leibe nicht einer Meinung. Es gibt nämlich auch Untersuchungen und wissenschaftliche Studien, die exakt das Gegenteil belegen. Eine belgische Studie hat herausgefunden, dass ältere Personen mit einem niedrigen Natriumspiegel im Urin ein vierfach höheres Risiko haben, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben als Personen mit einem hohen Natriumspiegel.

 

Das Fehlen von Salz bzw. Natrium in der Ernährung von Schwangeren soll außerdem einen Bezug haben zu niedrigem Geburtsgewicht. Außerdem wurde ein Mangel an Salz in Zusammenhang gebracht mit dem so genannten „metabolischen Syndrom“, einer Vorstufe von Diabetes. In einigen Studien wird ein zu geringer Salzkonsum auch mit einem schlechten Knochenstoffwechsel und mit Abnahme der intellektuellen Fähigkeiten im höheren Alter in Verbindung gebracht.

 

Wie heißt es doch so schön? Zu jeder Studie gibt es eine Gegenstudie. Dass nur jeder sechste Patient mit einem hohen Blutdruck von einer deutlichen Reduktion von Salz in der Ernährung profitiert, gilt mittlerweile als sicher erwiesen. Eine übertriebene Vorsicht mit Salz ist in jedem Falle unangebracht, doch empfehle ich jedem, auf hochwertiges Meer-bzw. Kristallsalz zurückzugreifen und jodiertes, erst recht fluoridiertes Tafelsalz dort zu lassen, wo‘s hingehört: nämlich im Regal des Supermarkts.

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