Übelkeit reduzieren - mit natürlichen bzw. homöopathischen Mitteln

Dieser Tage geht die Diskussion um das Arzneimittel Metoclopramid durch die Massenmedien: die Wirkstoffkonzentrationen in den Medikamenten, die diese Substanzen enthalten, wurde als zu hoch empfunden und auf Anordnung der BfARM reduziert. Was viele, die regelmäßig mit Übelkeit zu kämpfen haben, natürlich frustriert. Muss es aber nicht, denn schließlich gibt es mehr als genügend wirksame Alternativen. Hier die wichtigsten aus der Naturheilkunde:

 

1.      Ingwer

 

Ingwer kann man entweder als Tee trinken oder sehr schmale Scheiben davon eine Weile kauen und den Speichel herunterschlucken. Man sollte allerdings nur sehr wenig davon nehmen, da scharf!

 

2.      Kümmelsamen

 

Auch den kann man verwenden, ohne ihn schlucken zu müssen. Ein gestrichene Teelöffel Kümmelsamen wird einige Minuten im Munde gekaut, wobei man den Speichel herunterschluckt. Die ätherischen Öle im Kümmelsamen helfen vortrefflich gegen Übelkeit.

 

3.      Basilikumblätter

 

Wenn die Übelkeit auch noch von Appetitlosigkeit begleitet ist, sollte man es sich nicht nehmen lassen, frische Basilikumblätter zu kauen. Die man im Übrigen auch herunter schlucken kann.

 

Und hier noch ein paar Tipps aus dem homöopathischen Regal:

 

Viele Laien-Anwender von Homöopathie denken bei Übelkeit als erstes an Nux vomica. Bei der Behandlung von Übelkeit steht dieses Mittel allerdings keineswegs an erster Stelle. Warum? Schaut man sich die Leitsymptome von Nux vomica an, sieht man rasch, dass dieses Mittel in erster Linie für Sympathikus-dominierte Persönlichkeiten gedacht ist. Nux vomica hat zwar Entzündungen und unbehaglichen des Verdauungstrakt in seinem Leitbild, aber das ausgesprochene Symptom „Übelkeit“, womöglich mit Brechreiz, treffen andere Mittel besser, obwohl Nux vomica Übelkeit keineswegs ausschließt.

 

Nux vomica ist zwar ein „großes Mittel“, wie wir in der Homöopathie sagen, aber das sollte keinesfalls den Blick von geeigneten Alternativen lenken, wie zum Beispiel:

 

Aesculus: Übelkeit mit Würgen, Brechreiz und Aufstoßen bei Beschwerden, die grundsätzlich in die Rechte Körperhälfte ziehen (Mitbeteiligung der Galle).

 

Belladonna: auch hier rührt die Übelkeit von Leber-Galle-Beschwerden her, besonderes Charakteristikum ist der faulige Geschmack im Mund.

 

Castoreum sibiricum: wenn neben Übelkeit, Völlegefühl, Auftreibung des Magens auch ein ausgesprochenes Gefühl von Kälte im Magen vorherrscht.

 

Chelidonium hat Übelkeit mit vollständigem Appetitverlust, Ekelgefühl vor Speisen und eventuell das Erbrechen von Galle.

 

Cocculus ist ein sehr wichtiges Mittel bei Übelkeit, nämlich immer dann, wenn Übelkeit, Reise-oder Seekrankheit beim Fahren oder Fliegen entsteht.

 

Übelkeit beim Anblick bzw. beim Geruch gekochter Speisen erfordert Colchicum.

 

Digitalis hat nicht nur Herzsymptome im Arzneimittelbild. Auch eine starke Übelkeit und Elendsgefühl bei absolut reiner Zunge gehören zu den Symptomen, die in der Homöopathie Digitalis erfordern.

 

Gentiana lutea hat Übelkeit bei erdigem Geschmack im Mund, trockener Mund und schlecht schmecken, klebrigen Speichel. Es lässt sich als Arznei besonders gut da einsetzen, wo zu wenig Magensäure herrscht.

 

(Wird im nächsten Blogeintrag fortgesetzt!)

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