Gesundheitliche Aspekte der Zeitumstellung auf die Sommerzeit

Diesen Sonntag ist es mal wieder soweit: die Sommerzeit kommt. Wir wissen mittlerweile alle, dass das schlechteste am Frühjahr (in dieser Reihenfolge) die folgenden Dinge sind:

 

  • 1.      Die Allergiesaison für Heuschnupfengeplagte
  • 2.      der Bauer fährt Gülle aus, ergo: Geruchsbelästigung beim Fahrradfahren und spazieren gehen.
  • 3.      Die uns aufgezwungene, völlig nutzlose und überflüssige Umstellung auf die „Sommerzeit“.

 

Da ich selber kein Allergiker bin, stören mich persönlich die Punkte 2+3. Ob Punkt 2 im engeren Sinne ein Gesundheitsthema ist, darüber lässt sich streiten - oder eventuell durch verhinderte Spaziergänge und Fahrradtouren. Aber der dritte Punkt ist definitiv ein Gesundheitsthema. Denn es gibt zwei Arten von Menschen: die einen, die prima mit der Zeitumstellung zurecht kommen, und die anderen. Man kann diese unterschiedlichen Typen auch biochemisch voneinander unterscheiden: der erste Typ produziert ausreichend Melatonin (das Schlafhormon), der zweite nicht. Ein besonderes Charakteristikum unserer zivilisatorischen Zeiten ist, dass der erste Typ am Aussterben ist.

 

Sollten Sie zu den wenigen glücklichen Menschen gehören, die schlafen wie ein Bär: gehen Sie einfach um die gewohnte Zeit ins Bett (in meinem Falle ist das gegen 10:30 Uhr abends, in Ihrem mag es anders sein). Dann haben sie sich in 2-3 Tagen daran gewöhnt.

 

Jetzt zu denjenigen unter Ihnen, die Schlafprobleme haben und demzufolge wahrscheinlich unter einem Melatoninmangel leiden. Sie werden etliche Tage, eventuell sogar einige Wochen unter einer Art Jetlag leiden, denn sie allerdings mit den folgenden Maßnahmen verringern können:

 

  • 1.      Sorgen Sie dafür, dass Ihr Schlafraum komplett abgedunkelt ist.
  • 2.      Sorgen Sie dafür, dass wenigstens im Umkreis von 5 m von ihrem Bett keine Stromquelle ist (Erdungsschalter?)
  • 3.      Essen Sie abends nur leichte Kost, und essen Sie mindestens zweieinhalb Stunden vor dem zu Bett gehen nichts mehr!
  • 4.      Setzen Sie sich vor dem Schlafengehen für mindestens 1 Stunde keiner technischen Strahlung mehr aus (Handy, Computer, W-LAN usw.)
  • 5.      nehmen Sie ein mildes Johanniskrautpräparat (nach Packungsbeilage*): das fördert die Melatoninproduktion.

 

Mit diesen Maßnahmen sollte sich der berüchtigte Sommerzeit-Umstellung-Jetlag in aller Regel auf einige, wenige Tage reduzieren. Ach ja: natürlich gilt auch für Sie - wenn Sie vor der Umstellung um 10:30 Uhr ins Bett gegangen sein sollten, behalten sie dies auch nach der Umstellung bei - auch wenn Sie dann noch nicht müde sein sollten!

 

(*Achtung! Johanniskrautpräparate steigern die Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Strahlen! Aufpassen mit der Sonne!)

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