Weiches Wasser, gutes Wasser? – nicht unbedingt immer!

In der Naturheilkunde hat es sich, sagen wir „eingebürgert“, sehr weichem Wasser den Vorzug zu geben. Je weniger Wasser mineralisiert ist, umso besser seine Spül- und Entgiftungsfunktion. Doch diese Ansicht könnte sich als Irrtum herausstellen, zumindest was das Thema „Nierensteine“ angeht.

 

Vor einiger Zeit wurden in Indien und England Untersuchungen mit Mineralwasser gemacht, dass nach unserem Dafürhalten relativ „hart“ ist. In verschiedenen Versuchsreihen wurde es gesunden Probanden zu trinken gegeben und die Ausscheidung von Calcium über die Nieren wurde gemessen. Das Ergebnis: die Testpersonen, die das „harte“ Wasser tranken, schieden mehr Calcium über die Nieren aus - ein Umstand, der zu einem verringerten Risiko der Bildung von Nierensteinen führt, so genannten „Calcium-Oxalat-Steinen“. Diese Art von Steinen ist die häufigste unter den Nierensteinen.

 

Wie gesagt, war das Wasser im Test relativ hart und zudem war es leicht basisch durch seinen recht hohen Gehalt von Bikarbonat. Allerdings: ein Detail lässt aufhorchen. Hierzulande wirbt ein gewisser Hersteller von Mineralwasser mit einem idealen Verhältnis von Calcium zu Magnesium von zwei zu eins. In dem verwendeten Wasser, das zur besseren Calciumausscheidung über die Nieren führte, lag das Verhältnis bei drei zu zwei - wobei der höhere Wert allerdings hier für das Magnesium steht! In dem verwendeten Wasser standen rund 330 ppm Magnesium rund 210 ppm Calcium gegenüber. Das verwendete Wasser war daher relativ magnesiumreich, im Gegenzug allerdings relativ kalziumarm.

 

Mein Tipp: geringe Mengen anorganisches Magnesium (wie zum Beispiel Magnesiumchlorid) in Kombination mit hohen Trinkmengen kann das Risiko für Nierensteine deutlich verringern!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0