Nahrungsergänzungen oder Entgiftung / Entschlackung - was ist besser? (Teil 2)

Ein großes, aber sehr unterschätztes Problem bei einer naturheilkundlichen Therapie ist die Stressbelastung. Egal ob der Stress psychologischer Natur ist - also Probleme mit Partner, Arbeit, Freunden, Finanzen usw. - oder ob der Stress im Körper selbst produziert wird: in Form von „oxidativem“ oder „nitrosativem“ Stress. Es gibt eine unüberschaubare Fülle von potentiellen Stressfaktoren, die vom Körper selbst ausgehen können: Zähne, Wirbelsäulenblockaden, auf die eine oder andere Weise eingeschränkt Organfunktion, falsche Ernährung um nur einige wenige zu nennen. Das entscheidende dabei ist, dass der Körper mit den gleichen Mechanismen reagiert wie bei psychologischem Stress: Unruhe, Gereiztheit, schlechter Schlaf, funktionelle Beschwerden: ob Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich, plötzlich einschließende Gelenkbeschwerden oder irritierende Nervenschmerzen (Neuralgien). Wenn Sie sich selbst überprüfen und versuchen, innere Distanz zu ihrem Alltag zu erreichen um dann objektiv ihre psychologische Stresssituation zu beurteilen: wenn Sie feststellen, dass der Stress, den sie von außen ausgesetzt sind, gut zu tolerieren ist, Sie aber trotzdem unter den oben erwähnten Erscheinungen zu leiden haben, produziert ihr Körper Stress.

 

Beide Arten von Stress können eine Entgiftungstherapie einschränken. Der Körper investiert Energie, um die Stresssituation durchzuhalten, und diese Energie steht dabei nicht für den inneren Stoffwechsel - also auch die Entgiftung - zur Verfügung. Das erklärt die stark wechselhaften Erfolge bei einer Entgiftungstherapie. Wir in der Naturheilkunde bezeichnen so etwas als Therapieblockade, und das Primärziel muss sein, den Stressherd im Körper zu identifizieren und mit zu behandeln. Was kompliziert klingt, setzt bei der Therapie einen 2-Stufen-Plan voraus: erst sorgt man im Körper für Entspannung (bei vegetativ sensiblen Personen setze man pflanzliche oder homöopathische Beruhigungsmittel ein, darüber hinaus kann man Störfelder im Körper behandeln und gleichzeitig Antioxidantien geben - also Nahrungsergänzungsmittel!), Im zweiten Schritt beginnt die Entgiftung!

 

Sehr viele Patienten gewinnen bereits dadurch, wenn sie ihre Ernährung auf weniger Eiweiß, langsamer verbrennende Kohlenhydrate und mehr Omega-3-Fettsäuren (in Fisch, Leinöl, Hanföl oder entsprechend als Nahrungsergänzung) umstellen.

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