Tinnitus ganzheitlich behandeln (Teil 1)

Möglichkeiten, Tinnitus (Ohrgeräusche) ganzheitlich zu therapieren

 

Ein „frischer“ Tinnitus findet sich eher selten in einer Naturheilpraxis ein. Tinnitus ist die medizinische Bezeichnung für Ohrgeräusche. Wenn diese erst seit kurzem bestehen, d.h. maximal einige Tage alt sind, kann man sie in aller Regel recht schnell und gut in den Griff bekommen. Besteht der Tinnitus allerdings schon länger - oft über Monate, gelegentlich sogar schon Jahre hinweg - braucht es einige Sitzungen, bis sich eine spürbare Verbesserung einstellt.

 

Auch bei einer Erkrankung wie Tinnitus ist vom Diagnose-und Behandlungsprotokoll auf die Individualität des Patienten einzugehen.

 

Aus ganzheitlicher Sicht sind an der Entstehung eines Tinnitus ursächlich Blockaden der Halswirbel, Durchblutungsstörungen und Stress beteiligt. Eine dieser drei Störungen oder mehrere in Kombination machen 95 % oder mehr aller Ohrgeräusche aus. Der Hörsturz aufgrund einer plötzlichen (und eventuell unerwarteten) Lärmeinwirkung ist ebenfalls als Folge von Stress zu werten.

 

Das Diagnoseprotokoll fragt nach Stressbelastungen akuter und chronischer Art, Blutdruckanomalien (besonders Bluthochdruck, aber in einigen Fällen auch zu niedriger Blutdruck), Medikamenteneinnahme und vor allen Dingen nach Problemen mit der Beweglichkeit des Nackens. Ferner werden eventuelle Schlafstörungen erfragt. Vorerkrankungen sind natürlich ebenso wichtig. Eventuell spielen auch Zahn-und Kieferprobleme eine Rolle.

 

Mit einer Überprüfung und sanften Behandlung der Halswirbelsäule kann man unter Umständen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: im Bereich der Querfortsätze des ersten und zweiten Halswirbels rechts befindet sich auch ein Grenzstrang-Ganglion der sympathischen Nervenfasern. Sind diese Halswirbel blockiert, wird das Ganglion irritiert, was in einem so genannten „nitrosativen Stressreiz“ (nach Dr. Kuklinski) resultiert. Betroffene klagen über Schlafstörungen und innere Unruhe, Ohrgeräusche können als direkte (durch die Blockade) und indirekte Folge (durch die Reizung des sympathischen Ganglions) resultieren.

 

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