Die Renaissance der Bakterien...

Jahrelang waren sie in Kreisen der "Schulmedizin" verpönt: Bakterien

 

Zunächst seit "Entdeckung" der Bedeutung der Darmflora - mittlerweile ist die Werbung voller probiotischer Joghurts - und jetzt in zunehmendem Maße mit ihrer Bedeutung im Zusammenhang mit Allergien: Bakterien sind wieder salonfähig. Ist es die schiere Verzweiflung, dann das Bekämpfen von Krankheiten nur andere und neue Krankheiten hervorbringt, oder steckt mehr dahinter?

 

In diesem Nachrichtenartikel wird - ganz im Sinne der Epigenetik - das Zusammenspiel von Bakterien und Genen erwähnt, wobei letztere wiederum Entzündungs- und Abwehrprozesse koordinieren. Ob die epigenetische Hypothese stimmt (einiges spricht dafür), muss sich letzten Endes erst noch ausweisen. Aber um mal eine kleine Metapher für das Entstehen von Allergien zu bemühen:

 

Das Zusammenspiel zwischen Keimen und anderen "Antigenen" (so bezeichnet man allgemein Stoffe, die von außen im Körper Reaktionen hervorrufen) und dem Immunsystem ist wie das Zusammenspiel zwischen einem Staat und seinen Bürgern:

 

Ein zu schwaches Immunsystem ist wie ein zu lascher Staat. In einem zu laschen Staat breiten sich schlechte oder parasitäre Elemente aus und sorgen für Probleme (Anstieg der Kriminalität bzw. Anfälligkeit für Leiden durch die Stoffwechselprodukte "schlechter" Bakterien, Keime, Antigene etc.). Ein zu starkes Immunsystem ist wie ein Polizeistaat oder eine Diktatur: durch die ständige Gängelung werden auch an sich "gute" Elemente (gesetzestreue Bürger - Symbionten) irgendwann "genervt" und verwandeln sich in "böse" Elemente - zetteln eine Revolution oder einen Bürgerkrieg an. Auf Körperebene bezeichnet man so etwas als Allergie. An sich nützliche oder zumindest nicht schädigende Elemente werden plötzlich "schädlich".

 

 

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