Fibromyalgie ist doch nicht so "psychosomatisch"!

Mit unklaren, undefinierbaren Schmerzen, Verdauungsproblemen, Muskelkatergefühl und einer depressiven Verstimmung werden Sie jemanden finden, der Ihnen wahrscheinlich eine „Fibromyalgie“ (auch Weichteilrheuma genannt) diagnostizieren. Noch sehr viel wahrscheinlicher aber werden Sie mit der Diagnose „Fibromyalgie“ einen Arzt finden, der das Ganze als „Einbildung“ oder (netter ausgedrückt): „psychosomatisch“ abtut.

 

Weit gefehlt!

 

Ich habe schon, seit ich meine Heilpraktiker Zulassung habe, immer gesagt: „dass Fibromyalgie rein psychosomatisch sein soll, halte ich für einen Schmarrn!“ – und endlich gibt mir (nicht nur mir, uns Naturheilkundlern) die Wissenschaft Recht, wie diese Meldung hier zeigt:

 

http://www.welt.de/gesundheit/article114443962/Forscher-finden-kaputte-Nerven-bei-Fibromyalgie.html

 

Statt langer, beipflichtender Worte über kaputte Nerven und andere Defekte, die mit einer Fibromyalgie in Verbindung gebracht werden, möchte ich den armen Leidenden nur einen Begriff „offenbaren“: AGE.

Dieses Kürzel steht nicht etwa für die englische Version von Altern – in der Tat sind die meisten Fibromyalgiepatienten, die ich bisher kennen gelernt habe unter 45 – sondern für einen ebenfalls englischen Begriff: „Advanced Glycoxidation Endproducts“ diese Verbindungen von Eiweißbausteinen und Zuckern oder von Fetten und Zuckern sind schon in Zusammenhang mit Diabetes bekannt geworden und in Verruf gekommen: sie schädigen nämlich Nervenenden.

 

Wo kommen diese AGE’s vor? Im Prinzip überall da, wo etwas ziemlich lange gebacken, gebraten, gegrillt oder sonst wie erhitzt wurde: dunklem Toast etwa oder zu stark gebräuntem Rührei, „kommerziellen“ abgepackten Kuchen oder auch Grillfleisch mit den berühmten schwarzen Rändern. Je heißer etwas zubereitet wird und je mehr Fett und Wasser in Verbindung kommen – also beim Grillen, Frittieren, Braten und Rösten mehr als beim Kochen – umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich AGE’s in Nahrungsmittel bilden.

 

Wenn dem Ganzen keine anderen (umweltmedizinischen?) Gründe unterliegen, können eine Diät mit einem hohen Rohkost- und Enzymanteil sowie eine Nahrungsergänzung mit B-Vitaminen der Anreicherung von AGE’s im Gewebe entgegenwirken.

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