Im Juli 1987 – ich war gerade knapp 17 – erhielt ich eine schlimme Diagnose, in einer noch schlimmeren Verfassung: Morbus Crohn. Tatsächlich war mein gesundheitlicher Zustand in dieser Zeit so schlecht, dass ich eine „Fifty-fifty“ Überlebenschance hatte. Auch in späteren Jahren habe ich sehr unter der Erkrankung gelitten, musste immer wieder Fieberschübe, Durchfälle, Abszesse hinnehmen und landete einige Male im Krankenhaus. Morbus Crohn ist eine schlimme, als unheilbar angesehene Krankheit, die den Betroffenen entkräftet und schwächt, Schmerzen verursacht und das Leben insgesamt einschränkt.
Allerdings habe ich nie aufgehört zu kämpfen. Das hatte einen besonderen Grund: schon als Kind habe ich davon geträumt, (körperlich) „stark“ zu sein. Und kein Mensch, der bei 1,88 m Körpergröße nur 50 oder 60 kg wiegt, ist stark.
Heute, mit 40, bin ich gesund, nehme seit nunmehr 13 Jahren keine Medikamente mehr (bei Morbus Crohn ist fast immer dauerhafte Einnahme von das Immunsystem unterdrückenden Medikamenten notwendig, um die Entzündung zu bekämpfen) und stärker und durchtrainierter als die meisten Menschen im Alter von 20 und 25. Wenn Sie mich heute sehen, Sie würden im Traum nicht annehmen, dass ich vor vielen Jahren mal in diesem Zustand war:

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