Bluthochdruck – was Sie garantiert noch nicht wissen!

Liebe Leser!

Neulich bekam ich eine Anfrage, ob ich denn auch eine Therapie für Bluthochdruck hätte. Zunächst einmal: in meiner Heilpraktikerpraxis (ich denke andere Heilpraktiker denken da nicht anders) werden nicht Krankheiten, sondern Menschen behandelt und zwei Personen können wohl das gleiche Symptom haben, aber ansonsten völlig unterschiedlich sein.

Wir handeln zudem ursachenorientiert und nur aus dem Stehgreif könnte ich Ihnen, ohne weiter darüber nachzudenken, ein Dutzend geläufige Ursachen für Bluthochdruck nennen:

- Rauchen

- Stress

- erhöhte Blutfette

- Diabetes

- Medikamente

- Hormone

- Verengung der Nierenarterien und Nierenleiden

- Erhöhter Kochsalzkonsum (nur bei manchen)

- Erniedrigte Kaliumzufuhr

- Versteckte Ödeme

- Herzschwäche

- Metabolisches Syndrom

Ganz ehrlich, ohne darüber nachzudenken! Aber kommen wir jetzt zu einem Kapitel, das Mediziner offensichtlich zur Verzweiflung bringt: die so genannte essentielle oder primäre Hypertonie. Also die Form von Bluthochdruck, bei der kein Mensch weiß, wo sie herkommt. Mir sind da nämlich in letzter Zeit zwei Dinge aufgefallen:

1. Schlanke, gesundheitsbewusste Menschen im Alter zwischen 50 und 65, auf die offensichtlich keine der oben genannten Faktoren zutreffen…und bei denen sich Bluthochdruck “urplötzlich” und auch noch anfallsweise einstellt

2. Menschen (jeden Alters!!!), auf die ebenfalls keiner der oben genannten Faktoren zutrifft, die aber seit geraumer Zeit (wie auch immer geartete) Probleme mit der Verdauung haben und allmählich erhöhte Blutdruckwerte entwickelt haben.

Da ich bereits mehrere Personen, die Typ 1 oder 2 entsprechen, in Behandlung hatte, haben sich erstaunlicherweise fast immer die gleichen Muster bei der Diagnostik herausstellen können:

Typ 1 hatte eine Infektion oder zumindest das Gefühl, nicht 100%ig gesund zu sein, kurz bevor die Beschwerden begannen. Womit sich bei mir die Frage stellt, inwieweit verschleppte Erreger (beispielsweise eines grippalen Infektes) die Herzleistung schwächen können oder deren Stoffwechselprodukte (beispielsweise DNS-Fragmente von Viren in befallenen Zellen) einen chronischen Stress-Reiz im Organismus auslösen, welcher den Blutdruck erhöht.

Typ 2 hatte fast immer eine Darmdysbiose, eine veränderte Zusammensetzung der Darmflora, und hier wiederum fast immer eine Fäulnisdyspepsie im Dickdarm. Wobei sich die biochemischen Pfade, wie diese Belastung des Organismus mit einem sich allmählich erhöhenden Blutdruck zusammenhängen können, selbst eingefleischten Naturheilkundlern nur schwer erschließen und sich noch schwerer in einigen dürren Worten eines Blogs erklären lassen.

Allerdings habe ich für beide Gruppen 5 Tipps, die praktisch immer helfen:

1. Aktivieren Sie den Lymphfluss, etwa durch kneipp’sche Anwendungen

2. Erhöhen Sie die Trinkmenge an Wasser

3. Kombinieren Sie bei einer Mahlzeit nicht zwei oder mehr tierische Eiweiße miteinander (wie bei Cordon bleu beispielsweise) und lassen Sie Milchprodukte einmal einige Wochen ganz weg

4. Nehmen Sie Enzyme ein oder ernähren Sie sich enzymreich

5. Reinigen Sie den Dickdarm einmal die Woche mit einem Einlaufgerät

Andreas Ulmicher

“Wünsch dir was!” oder: Sprechen Sie esoterisch?

Liebe Leser,

Bestimmt sagen Ihnen Bücher mit Titeln wie “Bestellungen beim Universum”, “The Secret”, “Die göttliche Matrix” und so weiter etwas. Ich kenne diese Klassiker der “esoterischen” Unterhaltungsliteratur auch …zur Genüge. Kurzer Tenor: Sie haben das Gefühl, Ihr Leben sei nicht vollkommen? Ihnen fehlt noch was zum Glück? Die große Liebe, der große Lottogewinn, das große Lotterleben? Wünschen Sie es sich einfach! Und der große Manitu erfüllt Ihr Leben mit vor allem materiellem Reichtum. Wenn, ja wenn Sie sich vorstellen, dass Ihr Leben bereits reich und vollkommen ist…

Bitte?

Also, ich habe etwas, was mich vom (vermeintlichen) Glücklichsein trennt, und soll – wenn es nach dem Inhalt dieser Bücher geht, “Vollkommenheits-Bewusstsein” entwickeln und DANN gibt mir das Universum noch das, was mir noch fehlt?

Aber wenn ich doch das Vollkommenheits-Bewusstsein habe, dann fehlt mir doch nichts mehr zum Glück, oder? Wenn mein Bewusstsein absolut in Vollkommenheit ist, dann “brauche”  ich doch keine Beziehung “damit ich richtig glücklich bin. Und keinen Lottogewinn. Und keine Riesen-Erbschaft. Oder?

Das ist das Problem mit “The Secret”: wenn ich etwas will, weil ich das Gefühl habe, dass es mir fehlt, kann ich es nicht haben, weil mein Bewusstsein nicht in der Vollkommenheit ist, und wenn mein Bewusstsein in der Vollkommenheit ist, kann ich alles haben, aber ich brauche es nicht mehr. Klingt logisch…und macht all diese Bücher …nun sagen wir, etwas absurd?

Tacheles: ich bin ganz sicherlich kein Esoteriker, aber diese so genannte “esoterische” Wunschliteratur hat mit echter Esoterik ungefähr so viel zu tun wie ein Schneesturm mit der Insel Jamaika. Nämlich gar nichts.

Dieser ganze Tand, den man sich so beim Universum bestellen kann (den man dann bekommt oder eben nicht) hat mit Zufriedenheit und Vollkommenheit im Bewusstsein nichts zu tun…sondern ist ein Spiegel unserer überfressenen Wohlstandsgesellschaft. Wenn mir etwas fehlt - ob das nun ein Partner ist, ein Porsche oder was auch immer – ist das eine Frage der Sichtweise.

Wenn ich “OHNE” das, was mir fehlt, unzufrieden sind, bin ich “MIT” dem immer noch unzufrieden. Und das Bewusstsein nicht in der Vollkommenheit.

Wenn ich “OHNE” das, was mir fehlt, einigermaßen zufrieden bin, aber es trotzdem gerne hätte und meine, mir würde es besser damit gehen, ist mein Bewusstsein immer noch nicht in der Vollkommenheit.

Erst wenn ich total happy bin, egal was ich habe oder nicht habe, ist mein Bewusstsein in der Vollkommenheit. Dann brauche ich auch keinen Wunscherfüller.

Fazit: Mit den zahlreichen Machwerken der Wunscherfüllerliteratur erwerbe ich Bücher, die mir helfen sollen, einen Zustand zu erreichen, in dem ich haben kann, was ich will. Wenn ich diesen Zustand erreicht habe, will ich jedoch nichts (anderes).

Mein Tipp: Kaufen Sie sich “Bestellungen beim Universum” oder “The Secret” (oder was auch immer) nicht zum Wünsche erfüllen. Das wäre lächerlich. Wenn Sie sich so etwas kaufen, probieren Sie doch mal aus, wie es sein könnte, “vollkommen” zu sein…;-)

Andreas Ulmicher

Ritalin und AD(H)S

Hallo liebe Leser!

Vor ein paar Wochen erging eine Meldung auf der Seite Heilpraxisnet: Ritalin darf ab sofort nur noch von dafür ausgebildeten Fachärzten und nur unter laufender Beobachtung verordnet werden. Der zuständige Bundesausschuss reagierte auf die leichtfertige bisherige Verordnung des Medikaments ohne die Berücksichtigung möglicher Risiken in der Zukunft. Ritalin (Methylpenidat) wird bei ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) bzw. ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivität-Syndrom) verordnet.

So erfreulich diese Meldung aus Sicht einer langfristigen Pflege der Volksgesundheit ist – die Kinder sind schließlich unsere Zukunft – so bedenklich stimmt mich diese Meldung hier:

http://www.gesundial.de/forschung-adhs-zumindest-teilweise-genetisch-bedingt-3418

Bitte?

O.k., also sind jetzt “wieder mal” die Gene schuld. Wenn ein Kind zappelt, unkonzentriert ist, mit den Gedanken abschweift, Lernziele in der Schule (trotz überdurchschnittlicher Intelligenz) nicht erreicht, dann sind das die Gene? Interessante Hypothese.

Entschuldigen Sie bitte: zappeln, unkonzentriert sein und abschweifen…ist das nicht typisch für Kinder?

Diese Art von “Gesundheitsfürsorge” entmündigt Eltern meines Erachtens am meisten, stempelt ihre (völlig normalen) Kinder zu Patienten sowie “Opfer schlechter Gene” ab.

Ich pflege zu Eltern in meiner Praxis immer zu sagen: Sie sollten sich eher Gedanken machen, wenn ein Kind auffallend still und ruhig ist!

Ansonsten, liebe Eltern, wenn Sie das lesen sollten, versuchen Sie mit Ihrem “hyperaktiven” Kind zunächst einmal Folgendes, bevor Sie mit der Verdachtsdiagnose AD(H)S zum Arzt rennen:

1. Reduzieren Sie Süßes

2. Fanta und Cola etc. werden gestrichen und durch leichte Apfelsaftschorle ersetzt

3. Eine halbe Stunde intensive Bewegung pro Tag ist das absolut vertretbare Minimum

4. Besser sind eine bis zwei Stunden intensive Bewegung – täglich wohlgemerkt. Ballspiele trainieren neben Kraft und Ausdauer auch Geschick und Koordination

5. Stellen Sie die Ernährung auf “überwiegend vollwertig” um. Pausenapfel und Vollkornbrot gehören in den Schulranzen, nicht Milchschnitte oder Süßkram

6. Reduzieren Sie Fernsehen und PC auf maximal 1,5 Stunden täglich (zusammen), wobei der PC allerdings darüber hinaus durchaus als “Lernhilfe” eingesetzt werden kann

Und beobachten Sie mal, ob das “AD(H)S” bei Ihrem “genetisch vorbelasteten” Kind noch 6 Wochen anhält. Sie können mir gerne eine Email schreiben, ob Sie Erfolg hatten oder nicht (falls nicht, helfe ich Ihnen gerne per Email – KOSTENLOS – herauszufinden, woran es sonst noch liegen könnte!)

Andreas Ulmicher